Angriff auf SEK-Beamten : Waffennarr wegen Mordversuchs vor Gericht

Wegen versuchten Mordes, Waffenbesitzes und Drogenhandels muss sich ein 41-Jähriger vor dem Landgericht verantworten. Der gelernte Schweißer soll mit einer scharfen Waffe auf einen SEK-Beamten gezielt haben.

Berlin - Der Angeklagte soll im Januar auf den Beamten eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) gezielt haben, um sich bei einer Wohnungsdurchsuchung der Festnahme zu entziehen. Ein Schuss wurde nicht abgefeuert, weil der Elitepolizist ihm die Waffe aus der Hand schlagen konnte.

Der bekennende Waffennarr soll die Pistole von einem 38-jährigen Mann erhalten haben, der ebenfalls angeklagt ist. Durch seinen Vater habe er bereits seit frühester Jugend Kontakt zu Waffen gehabt, ließ der 41-Jährige über seinen Verteidiger erklären. In seiner Wohnung waren vier Waffen nebst Munition sowie fünf Handgranaten und 250 Gramm Haschisch gefunden worden. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte auch mit Drogen handelte. Dieser bestritt im Prozess jedoch, Waffen oder Rauschgift verkauft zu haben.

Auf den Vorwurf des Mordversuches reagierte der Angeklagte mit Unverständnis. Er sei von Lärm aus dem Schlaf gerissen worden. Aus Angst und um sich zu schützen, habe er nach einer seiner Waffen gegriffen und diese "in den Flur gerichtet". Erst da habe er Rufe der Polizisten vernommen und daraufhin sofort die Waffe gesenkt, beteuerte er. Der Prozess wird am 4. Juni fortgesetzt. (tso/ddp)

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