Berlin : Angst, aber anders!

-

VON TAG ZU TAG

Werner van Bebber erforscht abermals den Seelenkummer der Berliner

So einfach, wie wir uns das dachten, ist es nicht mit der Berliner Seele. Gestern noch waren wir obenauf. Wenigstens auf einer KrankenstandStatistik waren wir Berliner endlich mal nicht auf Platz eins: Die Hamburger – nicht wir – sind führend im Antidepressiva-Konsum. Heute aber verwirrt und bestürzt uns, was eine andere Versicherung herausgefunden hat: Die Berliner haben abweichende Ängste.

Die R+V-Versicherungen haben festgestellt, dass die Deutschen so angstbeladen wie noch nie sind. Schlechte Wirtschaftslage, teure Lebenshaltungskosten, Arbeitslosigkeit – wer könnte sich frei machen von beklemmenden Sorgen um die Zukunft?

Berliner können das. In Berlin ist die Sorge um die Wirtschaftslage „weniger ausgeprägt“, teilt die Versicherung mit. Die Berliner machen sich um etwas anderes Gedanken: „Am Regierungssitz steht die Sorge auf Platz eins, dass sich die Volksvertreter nicht genug für die Interessen der Bürger einsetzen.“

Darauf muss man erst mal kommen: Politik als selbstbezogener Betrieb, amüsant bis ärgerlich, sorgen- und kostentreibend. An so was kann man nur in einer Hauptstadt leiden.

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar