Angst im Netz : Schauergeschichten rund um Weihnachten

Wahrheit oder Schauermärchen: "Urban Legends" haben auch Weihnachten fest im Griff. Die aktuellste Panikmache dreht sich um Frauenhandschuhe. Hin und wieder werden Albträume aber auch wahr.

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Zwischen "Urban Legend" und Weihnachts-Horror.
Zwischen "Urban Legend" und Weihnachts-Horror.Foto: dpa

Früher sprachen wir von „Schauermärchen“, heute heißen diese Geschichten Großstadtmythen oder „Urban Legends“, frei erfunden allemal, aber von vielen geglaubt und weitererzählt, heute gern per Internet: die Spinne in der Yuccapalme, der Kindsmord bei Ikea, die blutige Hand im Kofferraum. Geglaubt wird so etwas vor allem deshalb, weil immer ein wenig Realität beigemengt ist.

Und das ist auch so beim neuesten Berliner Fall. Grässlich: Da verteilen üble Typen Damenhandschuhe als „Werbegeschenk“, und drinnen stecken winzige Nadeln mit einer Droge, die das Opfer betäubt; es folgen Untaten einmal quer durchs Strafgesetzbuch. Die Polizei warne, heißt es, aber sie tut genau das Gegenteil: Alles frei erfunden, sagt sie, man möge sich nicht irritieren lassen und die Geschichte nicht weiterverbreiten.

Aber wir Berliner erinnern uns immerhin an den wahren Kern der Legende. Nämlich jenen mysteriösen Mann, der vor einigen Jahren Weihnachtsmarkt-Besucher auf ein Schnäpschen einlud, in dem dann K.O.-Tropfen steckten. Ihn gab es wirklich, gefasst wurde er nie. Ob er nun auf vergiftete Handschuhe umgestiegen ist? Kaum – das Gefährlichste am Weihnachtsmarkt ist und bleibt der Glühwein. Aber es kann ja nicht schaden, unerwartete Geschenke und Einladungen trotzdem mit gesundem Misstrauen zu behandeln.

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