ANKER plätze (7) : Freier Kopf in der Rennjolle

Trockenübung. Matthias Menningen und Eckhard Hunger im Boot.Foto: Stollowsky
Trockenübung. Matthias Menningen und Eckhard Hunger im Boot.Foto: Stollowsky

Zehn Jahre Boot und Fun Berlin – maritime Entdeckungen auf der Messe

Allzuweit darf sich Matthias Menningen mit der Großschot in der Hand nicht über Bord legen, und Eckhard Hunger muss als Vorschoter ruhig in der Hocke bleiben, sonst kippen sie mitsamt ihrer aufgebockten Jeton-Rennjolle in Halle 25 um. Aber die beiden klettern eben bei jeder Gelegenheit gerne in ihr Boot, weil sie sich verliebt haben „in diesen Jollentyp“ und seit 1975 ums Überleben der exotischen Jeton-Regattaklasse kämpfen. 30 Jetons gibt es noch in Berlin, es sind kippsichere Segler mit einem flachen Rumpf, der leicht ins Gleiten kommt. Sechs liegen beim Potsdamer Yachtklub am Wannsee mit denen die Trainingsgruppe von Menningen und Hunger rausfährt.

1972 brachte die Faltboot-Firma „Klepper“ die Jeton-Jollen auf den Markt. Eine gelungene Konstruktion, rasch bildete sich eine Fangemeinde. Doch bald stoppte Klepper die Produktion. Menningen und Hunger, beide Physiker, bauten ihre Boote selbst – bis sie neue Hersteller fanden. Was sie am Segeln fasziniert? „Das blitzschnelle Reagieren, das taktische Spiel mit Wind und Wellen. Da wird der Kopf schnell freigeblasen.“ CS

Boot und Fun bis 27. November, täglich 10-18 Uhr, Eintritt 9 Euro (erm. 7 Euro)

Mehr über die Segler in Halle 25:

www.tagesspiegel.de/ankerplatz

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