Berlin : Anklage gegen Schleuserbande Täter erschlichen sich 3700 Visa

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Die Berliner Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen sechs mutmaßliche Mitglieder einer Schleuserbande erhoben. Die Männer im Alter zwischen 35 und 68 Jahren sollen zwischen Februar 2001 und 2002 rund 3700 ukrainischen und moldawischen Staatsbürgern Visa für die Einreise nach Deutschland beschafft haben und dabei die deutsche Botschaft in Kiew getäuscht haben, teilte die Justizpressestelle am Dienstag mit.

Mitarbeiter der diplomatischen Vertretung hatten Verdacht geschöpft. Die wegen gewerbs und bandenmäßigen Einschleusens von Ausländern Angeschuldigten sollen sich in der Botschaft als Mitarbeiter verschiedener Firmen vorgestellt haben, die Touristenreisen oder Reisen für ausländische Geschäftspartner organisierten. Zu diesen angeblichen Touren seien die ukrainischen und moldawischen Staatsbürger eingeladen worden. In fast allen Fällen wurden die beantragten Visa durch die deutsche Botschaft auch ausgestellt. Laut Staatsanwaltschaft legten die Männer der Botschaft fiktive Reiseprogramme und Buchungsbestätigungen vor. Für eine solche Einladung hätten die Antragsteller rund 250 US-Dollar (rund 220 Euro) zahlen müssen, teilte Staatsanwaltschaft mit. Um nicht aufzufallen, hätten die Angeschuldigten die Namen der von ihnen verwendeten Firmen mehrfach geändert. dpa

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