• Anschlag am Breitscheidplatz in Berlin-Charlottenburg: Mindestens sechs Opfer bisher identifiziert

Anschlag am Breitscheidplatz in Berlin-Charlottenburg : Mindestens sechs Opfer bisher identifiziert

Über die Opfer ist bislang wenig bekannt. Unter den zwölf Getöteten befinden sich nach Angaben von BKA-Chef Holger Münch sechs identifizierte Deutsche.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gedenkt am 20.12.2016 am Ort des Anschlages in Berlin der Opfer zusammen mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU), Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD, r) und mit dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD, l).
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gedenkt am 20.12.2016 am Ort des Anschlages in Berlin der Opfer zusammen mit...Foto: dpa

In Berlin sind bei einem Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt zwölf Menschen getötet und 48 weitere verletzt worden. Ein Lastwagen wurde nach Angaben der Polizei vorsätzlich in die Menschenmenge auf dem Breitscheidplatz vor der Gedächtniskirche gesteuert (unseren Live-Blog finden Sie unter diesem Tagesspiegel-Link).

Über die Opfer ist bislang wenig bekannt. Unter den zwölf Getöteten befinden sich nach Angaben von BKA-Chef Holger Münch sechs Deutsche; die Identifizierung der anderen Opfer sei schwierig und noch nicht abgeschlossen.

Das siebte identifizierte Opfer ist der polnische Staatsbürger, der im Lastwagen saß. Polens Regierungschefin Beata Szydlo hat den Anschlag als „große Tragödie“ bezeichnet. „Mit großem Schmerz und Trauer haben wir zur Kenntnis genommen, dass das erste Opfer der abscheulichen Gewalttat ein polnischer Staatsbürger war“, sagte Szydlo am Dienstag zum Tod eines polnischen Lkw-Fahrers, mit dessen Wagen der mutmaßliche Täter die Bluttat begangen hatte. Es wird vermutet, dass der Lkw zuvor gestohlen worden war. Szydlo sprach Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Deutschen ihr Mitgefühl aus. Sie appellierte: „Europa muss sich im Kampf gegen den Terrorismus vereinen.“ Es sei Pflicht der Politiker, ihre Bürger zu schützen. (mit dpa)

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Hilfe für Opfer und Augenzeugen: Je schneller bei traumatisierenden Ereignissen den Opfern jemand zur Seite steht, desto besser. Ein Überblick über Anlaufstellen für Opfer und Angehörige.

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"Wir lassen uns nicht auseinander treiben", predigte Bischof Heiner Koch. Hunderte Menschen kamen zur Trauerandacht in die Hedwigskathedrale.

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