Anschlagsserie : Projektil im Fall Pepper gefunden

Im Fall der Anschlagsserie auf die Unternehmerfamilie Pepper konnte nun am Tatort in Bad Saarow ein Projektil sichergestellt werden. Möglicherweise ergibt sich nun eine neue Spur auf der Suche nach dem maskierten Täter.

Erneute Spurensuche in Bad Saarow: Die Polizei fand nun ein Projektil, das möglicherweise in der Aufklärung des Falls weiterhilft. Bereits Anfang November suchten Polizeibeamte einen abgesperrten Teil auf dem Gelände des ehemaligen Pionierlagers Lilo Herrmann ab.
Erneute Spurensuche in Bad Saarow: Die Polizei fand nun ein Projektil, das möglicherweise in der Aufklärung des Falls weiterhilft....Foto: dapd

Nach Anschlägen auf die Familie des Berliner Unternehmers Christian Pepper hat die Polizei seit heute neue Hinweise. Bei einer neuerlichen Absuche des Tatorts in Bad Saarow entdeckten die Beamten ein in einem Baum steckendes Projektil, wie ein Polizeisprecher in Frankfurt (Oder) mitteilte. Es handle sich vermutlich um eines der Projektile, das die Tochter des Unternehmers knapp verfehlt hatten. Die neuen Beweismittel werden nun durch Spezialisten des Landeskriminalamtes und des Bundeskriminalamtes insbesondere auf DNA-Spuren untersucht.

Anfang Oktober hatte ein maskierter Mann vor der Villa in Bad Saarow gewartet und auf die 23-jährige Tochter des Unternehmers geschossen, als sie gerade ihre Pferde auf die Koppel führen wollte. Der 31-jährige Personenschützer warf sich vor die Tochter, er wurde durch mehrere Schüsse lebensgefährlich verletzt, er soll jetzt querschnittsgelähmt sein. Es war die zweite Tat bei einer Serie von Anschlägen auf die Unternehmerfamilie Pepper. Bei der ersten Tat Ende August hatte ein maskierter Mann im Tarnanzug auf Ehefrau Petra eingeschlagen und sie schwer verletzt. Die Familie zog daraufhin aus und engagierte einen Wachschutz.

Der letzte vermutliche Anschlag galt Anfang November einem Hochhaus am Ernst-Reuter-Platz, das der Familie gehört, dort wurden zwei Kartons mit selbstgebauten Brandsätzen gefunden. Ein Angestellter hatte um 10.30 Uhr einen der Kartons auf einem Fensterbrett entdeckt und die Polizei alarmiert. Die fand auf einem anderen Fenstersims einen zweiten Karton. In einer Analyse wurde der Inhalt als "zündfähig" eingestuft. Danach erhoffte sich die Polizei weitere Hinweise durch einen Beitrag bei der Sendung "Aktenzeichen XY...ungelöst". Zwölf Hinweise sind daraufhin bei den Ermittlern eingegangen. Eine heiße Spur war bislang aber noch nicht dabei. Für Hinweise, die zur Ergreifung des oder der Täter führen, ist eine Belohnung von 50.000 Euro ausgesetzt. (dapd)

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