Berlin : Antifa-Szene will Polizeisender versteigern

Die Berliner Antifa wollen heute das Bundeskriminalamt herausfordern. Auf einer Party soll heute Nacht ein Peilsender „versteigert“ werden, der dem BKA gehören soll. Nach Darstellung der Veranstalter soll der Sender von der Behörde im Auto eines Aktivisten versteckt worden sein. Dieser war Mitte Mai, drei Tage nach der Großrazzia von BKA und Bundesanwaltschaft gegen Globalisierungskritiker und andere Linksextremisten entdeckt worden.

Anhänger aus der Antifa-Szene halten es allerdings für möglich, dass sich die Polizei das Gerät zurückholen könnte, ohne an der Versteigerung teilzunehmen – per Razzia nämlich. Deshalb wurde vorsorglich angekündigt, dass der GPS-Sender an einem „sicheren Ort“ sei und erst in letzter Minute per Kurier zur Versteigerung gebracht werde. Das BKA könne sich jedoch unter einer Mobiltelefonnummer an der Versteigerung beteiligen, heißt es in einer Mitteilung der Antifa. Den Marktwert beziffert die Antifa auf bis zu 1000 Euro. Der Versteigerungserlös soll in den Topf für Prozesskostenhilfe fließen.

Angesetzt ist die Versteigerung für 23 Uhr im „Kato“ im U-Bahnhof Schlesische Straße. Zuvor findet ab 19 Uhr eine Party „gegen Polizeigewalt“ statt. Im vergangenen Jahr hatte die Polizei eine ähnliche Veranstaltung der Antifa gestürmt, damals sollte es Gratisgetränke für jedes abgerissene Naziplakat geben. Die Behörden hatten dies als Aufforderung zu Straftaten gewertet. Ha

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