Berlin : Anwärter für königliche Auszeichnung gesucht

Was Sabine Christiansen und eine Ehrung verbindet, die der spanische Thronfolger vergibt

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Der spanische Thronfolger, Felipe Prinz von Asturien, war zwölf Jahre alt, als er zum ersten Mal die „Premios de Principe de Asturias“ verlieh. Seitdem sind Persönlichkeiten aus der ganzen Welt für ihre wissenschaftlichen, kulturellen oder sozialen Werke ausgezeichnet worden. Zu den Preisträgern gehören Vaclav Havel, Umberto Eco, Steffi Graf, Arthur Miller und Placido Domingo. In diesem Jahr wird der Preis 25 Jahre alt. Aus diesem Anlass hat sich eine kleine, aber feine Gesellschaft bei gutem spanischen Rotwein und Tapas zum „Cocktail Prolongé“ im Haus von Sabine Christiansen eingefunden, um sich Gedanken zu machen über eine Frage, die die Gastgeberin bereits mit der Einladung gestellt hat: „Wäre es nicht schön, wenn aus unserem ,Land der Ideen’ einige neue Träger dieses hoch renommierten Preises erwachsen könnten?“ Neben Moderator Alfred Biolek und anderen Fernsehleuten sind auch Abgesandte von Kultureinrichtungen dabei. Natalio Grueso , enger Mitarbeiter des spanischen Thronfolgers und zuständig für die internationalen Beziehungen bei der Preisvergabe, muss viele Fragen beantworten. Nein, den Vergleich mit den Nobelpreisen hört er nicht unbedingt gern. Mit 50000 Euro ist der Preis, der in acht Kategorien vergeben wird, auch nicht so hoch dotiert. Allerdings ist er renommiert und wird gern an Persönlichkeiten vergeben, die ein veritables Lebenswerk vorweisen können. Ein internationales Netzwerk hilft, die Anwärter zu finden. Es entsteht an Abenden wie diesen bei privaten Gastgebern, zum Beispiel auch in New York. Den Kontakt zu Sabine Christiansen stellte eine deutschamerikanische Filmproduzentin her. Es gehe, erläutert Grueso zusammen mit Pedro José Lanz , dem Leiter der Kulturabteilung in der spanischen Botschaft, um die Würdigung aller zum Weltgut gehörenden wissenschaftlichen, kulturellen und humanistischen Werte. Die Anwesenden überlegen, wer dazu passen könnte. Der Name von Horst Köhler fällt als einer der ersten. Wäre es nicht schön, wenn wir Persönlichkeiten aus den neuen Ländern vorschlagen könnten? Sabine Christiansen schenkt noch mal nach und bittet ihre Gäste, ruhig bis zum frühen Morgen nachzudenken. Bi

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