Berlin : Anwohner entdeckte verstümmelte Nachbarin

Familiendrama in Schöneberg: Frau des mutmaßlichen Täters hat überlebt.

Eine Frau ist in ihrer Wohnung in Schöneberg verstümmelt und lebensgefährlich verletzt worden. Die Polizei fahndet nach ihrem Lebensgefährten als mutmaßlichen Täter; bis zum Mittwochabend war der Mann auf der Flucht. Ein Passant hatte die schwer verletzte 36-jährige Iranerin gegen 18 Uhr in ihrer Wohnung in der Langenscheidtstraße – gleich am U-Bahnhof Kleistpark gelegen – entdeckt. Er soll die Frau durch das Fenster im Erdgeschoss gesehen haben und wählte daraufhin den Notruf. Die Frau sei gefesselt und schwerstverstümmelt gewesen, hieß es in Polizeikreisen. Auch die zehnjährige Tochter des Opfers war gefesselt und geknebelt. Sie sei aber körperlich unverletzt geblieben, hieß es. Das Kind stand unter einem schweren Schock, als die Polizei eintraf. Es wurde in die Obhut des Kindernotdienstes gebracht.

Die Art der Verletzungen der 36-Jährigen lege ein Eifersuchtsdrama als ersten Ermittlungsansatz nahe, hieß es. Die Hintergründe der Tat sind unklar. Als dringend Verdächtiger gilt nach ersten Erkenntnissen der Lebensgefährte der Frau, der aus dem Irak kommt. Das Opfer liegt auf der Intensivstation, ist aber offenbar nicht mehr in Lebensgefahr. Staatsanwaltschaft und Polizei äußerten sich offiziell nicht zu Einzelheiten.

Die Tat weckt Erinnerungen an den Fall des Mannes, der seine Frau in der Köthener Straße in Kreuzberg im Juni erst verstümmelt und dann enthauptet hat. Der Täter wurde in eine geschlossene Psychiatrie gebracht.tabu

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