Berlin : Anwohner spendeten Douglasien für geschädigte Zehlendorfer Grünanlage

siba

Im Fischtalpark wurden gestern Bäume im Wert von 12 000 Mark gepflanzt, die von Anwohnern gespendet worden sind. Die zweieinhalb bis drei Meter hohen Douglasien wurden in die Lücken gesetzt, die durch das Fällen kranker Bäume entstanden sind. Von den ehemals 500 Douglasfichten des Parks, der als Gartendenkmal geschützt ist, mussten im Frühjahr 132 gefällt werden, weil immer wieder Bäume im Sturm umgekippt waren. Untersuchungen hatten ergeben, dass die aus Nordamerika stammenden Nadelhölzer von Pilzen befallen waren. Die Pilze, die über die Wurzeln in die Bäume eindringen, zerstören das Holz und beeinträchtigten so die Standfestigkeit der bis zu 25 Meter hoch wachsenden Douglasien.

1998 waren 14 Bäume umgefallen, im Februar dieses Jahres waren es noch einmal fünf. Aus Sicherheitsgründen musste der Park darum gesperrt werden, zeitweise hieß es sogar, dass alle 500 Bäume gefällt werden müssten. Das hat die Anwohner des Parks auf den Plan gerufen. Sie haben den Verein "Freunde des Fischtalparks" gegründet. Auch wenn viele der Bäume stehen bleiben konnten, sei "eine richtige Schneise" in den Park geschlagen worden, sagt Ulrich Schellenberg, der Vorsitzende des Vereins. Die Anwohner seien darüber "sehr entsetzt gewesen", weil die alten Bäume gerade "charakteristisch für die Parkanlage sind". Weil das Bezirksamt aus Kostengründen nur 60 Zentimeter große Setzlinge pflanzen konnte, haben die Anwohner die Patenschaft für 37 größere Pflanzen übernommen. In die Erde kamen nun sogenannte grüne Douglasien, die gegen die Pilze resistenter sind als die alte blaue Art.

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