Berlin : Anwohner streiten um Olivaer Platz

Wie der Olivaer Platz künftig aussehen soll, davon haben die Anwohner unterschiedliche Vorstellungen. Das wurde am Donnerstagabend im Amerika-Haus deutlich, als die 21 Konzepte von Landschaftsarchitekten für die Umgestaltung des Platzes am Ku’damm vorgestellt wurden. Manche Anwohner wünschen sich weniger Bepflanzung und weniger Bäume – andere kontern: Dann nehme der Lärm zu. Und gegen die in einem Konzept geplanten Birken wehrte sich ein Allergiker. Vor allem aber ging es um die Pflege der Anlage in Charlottenburg und die Frage, ob und wie viele Parkplätze es geben soll – bisher sind es 123.

Die einen fühlen sich durch die Stellflächen gestört, andere befürchten beim Wegfall mehr Parkende im Wohngebiet. Die IHK wies darauf hin, dass sich 70 Prozent der Gewerbetreibenden für die Erhaltung der Parkplätze ausgesprochen hätten. Es gäbe sogar Unternehmen, die eine Tiefgarage bauen wollten. Weniger Plätze werden es wohl sowieso werden: Die Planer mussten eine Variante ohne und eine mit 60 Stellflächen abliefern.

Einige der Konzepte teilen den Platz in einen östlichen und westlichen Bereich, andere sahen große Rasenflächen vor oder eine kleinteilige Gestaltung. Auch eine Eisbahn im Winter war dabei. Anwohner kritisierten, dass der Park nicht zur verkehrsreichen Lietzenburger Straße hin abgeschottet werde.

Welcher Vorschlag umgesetzt werden soll, wird eine Jury am Montag verkünden. Die Ideen der Anwohner würden in die Entscheidung mit einbezogen werden, sagte Stadtentwicklungsstadtrat Marc Schulte. Der Platz soll für 2,5 Millionen Euro neu gestaltet werden. Alle Entwürfe werden vom 12. bis 23. Dezember im Amerika-Haus ausgestellt. spa

1 Kommentar

Neuester Kommentar