• Anzahlungen für Autos kassiert – und verschwunden Polizei fahndet nach Betrügerbande

Berlin : Anzahlungen für Autos kassiert – und verschwunden Polizei fahndet nach Betrügerbande

Bisher eine Festnahme

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Die Polizei fahndet bundesweit nach den Hintermännern einer Betrügerbande, die vermeintlich günstige Autos inserierte und dafür Anzahlungen kassierte. So wurde beispielsweise ein MercedesGeländewagen, Baujahr 1996, 55 000 Kilometer und viel Sonderzubehör zu einem Kaufpreis von 17 000 Euro angeboten. Der übliche Preis für gleichartige Fahrzeuge liegt bei deutlich höherem Kilometerstand zwischen 20 800 und 24 000 Euro. Am Mobiltelefon meldete sich der vermeintliche Eigentümer und sagte, er sitze in Frankfurt am Main. Gegen eine Anzahlung wollte der vermeintliche Eigentümer das Fahrzeug für den Käufer reservieren. Allerdings müsse das Geld noch am selben Tag überwiesen werden. Am Bahnhof Zoo könne man bei der Reisebank telegrafische Überweisungen tätigen. Er selbst könne mit Ausweis und der PIN-Nummer, die man mit der Überweisung erhalte, das Geld abheben. Sobald er es erhalten habe, werde er den Kaufvertrag faxen, versprach der Mann.

Der Interessent überwies, rief erneut die Mobilfunknummer an, nannte die PIN-Nummer und wartete. Als nach Stunden noch immer kein Kaufvertrag eingetroffen war und sich auch unter der Telefonnummer niemand mehr meldete, keimte ein Verdacht: Man war einem Betrüger aufgesessen – die 600 Euro Anzahlung waren futsch. Acht Anzeigen von Betrogenen liegen der Polizei derzeit vor. Ein Verdächtiger konnte festgenommen werden, als er in einem Berliner Postamt wieder einmal eine Anzahlung für einen gebrauchten Wagen abholen wollte. Der Ukrainer mit lettischem Pass hielt sich illegal und ohne festen Wohnsitz in Berlin auf. Von der Beute fehlt bisher jeder Cent. Der Verdächtige behauptet, er sei nur Handlanger gewesen. Ein Hintermann habe ihn beauftragt, das Geld abzuholen. Für die Ermittler ist das Verfahren noch nicht zu Ende. Die Bande hat offenbar bundesweit gearbeitet. weso

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