Berlin : Anzeigen wegen angeblich illegaler Beschäftigung

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Fast zwölf Stunden durchsuchten rund 90 Beamte von Polizei, Steuerfahndung, Staatsanwaltschaft und Bundesgrenzschutz am Dienstag zwei Wachschutzunternehmen in Wilmersdorf, eine Detektei in Potsdam sowie mehrere Wohnungen.

Hintergrund der Aktion war der Verdacht, dass die Wachschutzunternehmen bereits seit 1996 Mitarbeiter illegal beschäftigt hatten. Der immer härter werdende Konkurrenzkampf auf dem stark umkämpften Markt privater Sicherheitsunternehmen hatte dazu geführt, dass offenbar ein Unternehmen die beiden anderen wegen der vermuteten illegalen Beschäftigungspraktiken angezeigt hatte.

Die betroffenen Sicherheitsunternehmen zählten unter anderem Drogeriemärkte und Bauunternehmen zu ihren Auftraggebern, teilte ein Polizeisprecher gestern mit. Bei den Durchsuchungen, die am Dienstag gegen 4.30 Uhr begonnen hatten und erst gegen 15 Uhr am Nachmittag beendet waren, wurden zahlreiche Unterlagen sichergestellt, die nun ausgewertet werden müssen.

Um die geschäftlichen Verbindungen der beiden kleineren und bisher unbescholtenen Wachschutzunternehmen offen zu legen, wurde auch eine Potsdamer Detektei durchsucht. Ob dort etwas gefunden und sichergestellt worden ist, darüber wurden gestern keine Einzelheiten mitgeteilt.

Den Firmen wird Beitragsbetrug, Beitragsvorenthaltung, Verstoß gegen das Ausländergesetz und die Abgabenverordnung vorgeworfen.

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