Berlin : AOK Berlin will Beiträge erhöhen und erntet Kritik

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Die AOK Berlin plant nach TagesspiegelInformationen im kommenden Jahr die Erhöhung ihres Beitragssatzes von jetzt 14,6 auf 14,9 Prozent. Am Montag entscheidet der Verwaltungsrat der Kasse darüber. Dem Vernehmen nach gibt es dort aber starken Widerstand gegen die Anhebung. Kritik kommt auch von der Aufsichtsbehörde, der Senatsgesundheitsverwaltung. „Ein solcher Schritt wäre höchst fragwürdig“, sagt Behörden-Sprecherin Roswitha Steinbrenner. Im Zuge der Gesundheitsreform, durch die Versicherte stärker belastet wurden, hätten eigentlich die Beiträge sinken sollen. „Wenn die AOK eine Erhöhung beschließt, werden wir prüfen, wie wir reagieren.“ So hat die Aufsichtsbehörde die Möglichkeit, eine Beitragsanhebung zu verbieten.

Die AOK Berlin ist mit rund 600 000 Mitgliedern die größte gesetzliche Krankenkasse der Stadt. In den vergangenen Tagen haben bereits die AOK Rheinland, Hessen und Schleswig-Holstein Beitragssatzsteigerungen angekündigt und dies unter anderem mit gestiegenen Arzneimittelausgaben begründet. Die Berliner AOK ist von Transferzahlungen der anderen Ortskrankenkassen abhängig. I.B.

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