AOK verkauft an Investor : Haus der Gesundheit bleibt Ärztezentrum

In das Haus der Gesundheit soll nun sogar mehr Medizin, sagt die AOK. Doch die Linke findet: Der Bezirk hätte sein Vorkaufsrecht nutzen sollen.

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Das Haus der Gesundheit.
Das Haus der Gesundheit.Foto: Kai-Uwe Heinrich

Das „Haus der Gesundheit“ am Alexanderplatz bleibt als Ärztehaus erhalten – für mindestens fünf, wahrscheinlich aber deutlich mehr Jahre. Das teilte die Krankenkasse AOK am Freitag mit. Auch Gesundheitssenator Mario Czaja (CDU) sprach davon, dass das Haus für mindestens fünf Jahre ein Ärztestandort bleibe. Die AOK hatte ab 2014 einen Käufer für ihr traditionsreiches Haus gesucht. Der neue Eigentümer ist demzufolge ein Immobilieninvestor, spezialisiert auf historische Bauten. Die Praxen im Haus sollen erweitert werden, dazu kämen Läden mit Medizinbedarf.

Tsp

Bis 2014 hatte das Gesundheitsunternehmen Sana das Ärztehaus in der Karl-Marx-Allee betrieben, danach entschied sich die AOK für einen Verkauf. Weil die gesetzliche Krankenkasse ein öffentliches Bieterverfahren absolvieren musste, konnte das Haus nicht – wie vielfach gefordert – an die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Mitte verkauft werden: Die WBM hatte zu wenig geboten. Die Linke erklärte, das Bezirksamt Mitte hätte dennoch mithilfe des kommunalen Vorkaufsrechts eine Privatisierung verhindern können. Die in dem Haus ansässigen Ärzte behandeln bis zu 70.000 Patienten im Jahr.

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