Berlin : Appetitliche Dreharbeiten

Das Haus Cumberland am Kurfürstendamm erlebt einen köstlichen Krimi mit Katharina Thalbach

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STADTMENSCHEN

Die Vorhalle im „Haus Cumberland“ am Kurfürstendamm wirkt gespenstisch. Staub bedeckt die kunstvollen Schnitzereien der Holzvertäfelung, die Lampen an der stuckverzierten Decke sind durchgeschmort. Die perfekte Drehkulisse für einen Krimi.

Doch in dem ZDFFernsehfilm, der hier gerade entsteht und in dem Katharina Thalbach die Hauptrolle spielt, wird von der unheimlichen Atmosphäre des 1912 gebauten und jetzt leer stehenden Luxushotels wenig übrig bleiben. „Die Quittung“ spielt in einem Gourmetrestaurant. Gedreht wird vor allem in der ehemaligen Kantine der Oberfinanzdirektion, die der Prachtbau zuletzt beherbergte. Der heruntergekommene Speisesaal im hinteren Trakt wurde dafür flugs in ein modernes Luxusrestaurant mit orangefarbenen Plastiken an den Wänden umgewandelt. Sogar die Großküche, von der nur die weißen Kacheln an den Wänden übrig geblieben waren, wurde wieder vollständig eingerichtet.

„Das waren die köstlichsten Dreharbeiten, die ich jemals erlebt habe“, sagt Paula Paul , die gemeinsam mit Anke Sevenich , Heikko Deutschmann und Jan-Georg Kremp an der Seite von Katharina Thalbach spielt. Damit auch alles authentisch wirkt, engagierte Regisseur Niki Stein einen Gourmetkoch, der den Schauspielern die wichtigsten Handgriffe der Haute Cuisine zeigte und für die essbaren Komponenten der Kulisse sorgte. Und das in nicht geringen Mengen. „Wenn einmal Seezunge im Bild sein soll, dann braucht man eigentlich zwanzig Seezungen – falls was schief geht“, sagt Niki Stein. Seine Liebe zum Detail freut die Schauspieler sehr: Sie dürfen die schmackhaften Requisiten verspeisen. ase

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