Aprilscherz : Türkische Schilder? Vorerst nicht

Sie hielt nur einen Tag, die Nachricht von den deutsch-türkischen Straßenschildern in Kreuzberg. Nisan, Nisan: Es handelte sich um einen Aprilscherz des Tagesspiegels.

Dasselbe gilt für andere Medienmeldungen: das Porto für E-Mails, das ein Radiosender ankündigte, die Zeitungsnachricht von den Sicherheitsingenieuren in allen S-Bahn-Zügen oder die Nachricht, der CDU-Ortsverband Zitadelle wechsle von Haselhorst nach Brandenburg, weil dort die Fördermittel leichter greifbar seien.

Richtig rund wurde der Straßenschilder-Scherz aber erst durch die Kommentarfunktion in der Onlineausgabe des Tagesspiegels, die Einblicke in Köpfe und Herzen ermöglicht. Dort lief sofort die Empörungsmaschinerie an, die Beiträge erreichten bald den dreistelligen Bereich. Die Diskussion wurde bewusst am Laufen gehalten, denn Kommentare, die auf einen Aprilscherz tippten, stellte die Redaktion erst später online. Bis dahin hatten sich viele bereits mit der erfundenen Warnung von Heinz Buschkowsky vor der Parallelgesellschaft solidarisiert und die angeblichen Befürworter, Franz Schulz und Hans-Christian Ströbele, kritisiert. Nicht einhellig, aber mit großer Mehrheit. Andere fanden den „Plan“ vernünftig oder empfahlen konsequenterweise auch arabische Schilder. Pragmatiker lehnten das wegen der absehbaren Probleme bei der Postzustellung ab. obs

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