Arbeitskampf : Öffentlicher Dienst will weiter streiken

Wer nächste Woche zum Bürgeramt will, muss sich auf lange Wartezeiten einstellen: Der Streik im öffentlichen Dienst geht nächste Woche weiter. Bislang hat sich Innensenator Erhart Körting (SPD) geweigert, den Gewerkschaften ein neues Tarifangebot zu unterbreiten.

BerlinDie Streiks im Berliner öffentlichen Dienst gehen in der kommenden Woche weiter. Die Berliner müssten sich ab Montag erneut auf lange Wartezeiten in den Bürgerämtern einstellen, teilte eine Sprecherin der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di am Freitag mit. Die  Gewerkschaften verlangen eine Lohnerhöhung von 2,9 Prozent sowie drei Einmalzahlungen von je 300 Euro. Der Senat hatte im Juli lediglich zwei Einmalzahlungen von insgesamt 600 Euro für dieses und nächstes Jahr beschlossen.

Am Dienstag will die Tarifgemeinschaft der Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes, der außer Verdi auch die Gewerkschaft der Polizei, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und die IG Bau angehören, ihr weiteres Vorgehen bei den Streiks absprechen. Die Gewerkschaften werfen dem Berliner Senat vor, den finanziellen Schaden, der den Bezirken durch den Streik entstehen würde, billigend in Kauf zu nehmen. Innensenator Ehrhart Körting (SPD) hatte es abgelehnt, den Beschäftigten ein neues Tarifangebot vorzulegen. Der Tarifkonflikt dauert bereits seit anderthalb Jahren an. (bai/ddp)

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