Arbeitsmarkt : 1500 neue Jobs in der O2-Arena

Für die neue Veranstaltungshalle am Ostbahnhof werden vor allem Servicemitarbeiter gesucht.

Frank Brunner

Am 15. September geht’s los, und schon jetzt sind 15 Konzerte ausverkauft. Wenn die O2-Arena eröffnet, werden hier überdies Sportveranstaltungen und Shows stattfinden, auch Fernsehsendungen produziert – und das alles bringt Arbeitsplätze nach Berlin. Nach Angaben des Betreibers, der Anschutz Entertainment Group, entstehen 1500 neue Jobs in der Mehrzweckhalle am Ostbahnhof.

Allein 600 Mitarbeiter würden im Gastronomiebereich beschäftigt, sagte Nicolae Orban, der Geschäftsführer von Borchardt Catering. Mit drei Restaurants und 20 Kiosken will das Unternehmen die maximal 17 000 Besucher der Multifunktionshalle kulinarisch versorgen. „Wir führen derzeit Gespräche mit circa 1000 Bewerbern“, sagt Orban. Zunächst sollen die Restaurants nur bei Veranstaltungen öffnen, bei entsprechendem Bedarf könne man sich aber auch vorstellen, eine Gaststätte dauerhaft zu betreiben. Neben Köchen und Servicekräften werden für die O2-Arena unter anderem Ticketverkäufer, Wachschützer und Reinigungspersonal gesucht, die von anderen Dienstleistern kommen.

Nachdem die britische Band Coldplay im Herbst das Auftaktkonzert gegeben hat, folgen 120 bis 150 Veranstaltungen jährlich, sagt Karl Braun, der Marketingleiter von Anschutz. So werde etwa die ZDF-Sendung „Wetten, dass ...?“ in der Arena produziert. Zum Einzugsgebiet rechnet Anschutz einen Umkreis von 90 Zugminuten. „Neben Hamburg und Leipzig zählt dazu auch Polen, insgesamt sind das 20 Millionen Menschen.“

Das Land Berlin werde wohl finanzielle Einbußen hinnehmen müssen, vermutet Braun. Denn andere Locations, wie die landeseigene Max-Schmeling-Halle müssten voraussichtlich Veranstaltungen an die O2-Arena abgeben. Die Energieversorgung des Komplexes, der sowohl als Eishockeystadion, Basketballarena oder Konzerthalle genutzt werden kann, übernimmt die Gasag. In den nächsten Jahren will Anschutz rund um die Arena mehrere Clubs für kleinere Musikveranstaltungen ansiedeln. Frank Brunner

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