Berlin : Arbeitsmarkt: Im "positiven Trend"

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Nach Ansicht von Arbeitssenatorin Gabriele Schöttler gibt es einen "erkennbar positiven Trend auf dem Berliner Arbeitsmarkt". Auch wenn die Arbeitslosenzahlen noch hoch seien und zur Zufriedenheit kein Anlass bestehe, seien die gesamtwirtschaftlichen Rahmendaten so günstig wie lange nicht mehr, sagte Schöttler gestern bei der Vorstellung des Arbeitsmarktberichts 1999/2000: "Dauerhafte Arbeitsplätze können aber nur von der Wirtschaft geschaffen werden. Hier sind die Unternehmen in der Pflicht." Der Abbau der Stellen im produzierenden Gewerbe werde derzeit noch nicht durch neue Jobs in der Dienstleistungsbranche ausgeglichen, sagte Schöttler. "Berlin hat noch nicht ausreichend von der Entwicklung profitiert."

Der Senat werde aber dazu beitragen, den Strukturwandel in der Stadt durch fördernde Projekte, beispielsweise durch Qualifizierungsmaßnahmen, zu begleiten. Nach Schöttlers Angaben sind 1999 im Vergleich zum Vorjahr die Arbeitslosenzahlen durchschnittlich um 5000 gesunken. Und im November 2000 seien 6300 Menschen weniger arbeitslos gewesen als vor einem Jahr. Dies sei ein hoffnungsvolles Zeichen, dass die Zahlen dauerhaft gesunken seien. Insgesamt sind derzeit rund 255 000 Menschen in Berlin arbeitslos gemeldet.

Schöttler verwies auch auf die arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen des Landes. Einschließlich der Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds stünden im kommenden Jahr dafür rund 443,6 Millionen Mark zu Verfügung. Die Arbeitsverwaltung musste allerdings eine Kürzung der Gelder in Höhe von rund 50 Millionen Mark hinnehmen. Teure Arbeitsmarktinstrumente wie die so genannten Strukturanpassungsmaßnahmen könnten künftig nur gemeinsam mit den betroffenen Fachverwaltungen finanziert werden. Schwerpunkte der Förderung sollen weiterhin die Aus- und Weiterbildung sein, um dadurch die Chancen auf Beschäftigung zu erhöhen. Hierfür will das Land 2001 rund 119 Millionen Mark aufwenden.

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