Berlin : Arbeitsmarkt: Viele Schwarzarbeiter in Berliner Backstuben

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Außergewöhnlich erfolgreich war eine Schwarzarbeitsrazzia des Landesarbeitsamts im Bäckereigewerbe. In der Nacht zu Montag kontrollierten die Ermittler im gesamten Stadtgebiet sechs Backstuben und einen Imbiss. Dabei wurden bei insgesamt 21 der 29 überprüften Arbeitnehmer Verstöße festgestellt. Die Fahnder stellten fest, dass in 16 Fällen die Arbeitnehmer gleichzeitig Arbeitslosengeld oder Sozialhilfe bezogen. Neun ausländische Arbeiter hatten keine Arbeitserlaubnis, fünf von ihnen noch nicht einmal eine Aufenthaltsgenehmigung.

Mit dieser Trefferquote hatte das Landesarbeitsamt nicht gerechnet. Künftig soll die Branche verstärkt überwacht werden, sagte Amtssprecher Klaus Pohl. Eine so hohe Konzentration von Schwarzarbeit finde man nicht einmal im Baugewerbe, das sonst als Überprüfungsschwerpunkt gilt. In diesem Bereich werden die Fahnder vor allem bei der Altbausanierung fündig. Zu den weiteren Branchen mit viel Schwarzarbeit gehören das Reinigungs- und das Taxigewerbe sowie die Gastronomie. Dort arbeiten viele Arbeitnehmer offiziell in geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen und erhalten einen weiteren Teil des Lohnes schwarz.

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