Berlin : Arbeitsparty bei Sushi und Lachs

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Schwungvoll spurtete der Kandidat die Treppe in der Britischen Botschaft hoch. Oben angekommen brannte Guido Westerwelle zunächst nur eine Frage auf den Lippen: „Manfred, wo sind die Sushi?“ Die große Zwanglosigkeit ist einer der Gründe, warum Manfred Schmidts Medientreffs seit der Hauptstadtwerdung zu einer besonders effizienten Form der Arbeitsparty erblüht sind. Man kann kommen und gehen, wann man will, braucht keine langweiligen Reden anzuhören und trifft auf jeden Fall interessante und einflussreiche Leute aus Politik und Wirtschaft, und wenn man jemanden kennen lernen möchte, der auf der Gästeliste steht, genügt ein Wort an die netten Hostessen mit dem Knopf im Ohr, und schon wird die Verbindung geknüpft. Uwe Bergheim, Chief Executive Officer bei E-Plus Mobilfunk, bot seinen Gästen an, sich den i-mode erklären zu lassen, der der Veranstaltung das Motto gab. Das ist ein Content-Programm, das in Japan besonders populär ist, Bilder und Farbe aufs Handy-Display bringt und einem unter anderem hilft, den richtigen Weg zu finden oder auch die richtige Party, wenn’s gerade keinen Medientreff gibt. Dieser war besonders prachtvoll ausgerichtet, mit dem Sushi-Meister konkurrierten Käfer-Büfetts mit Lachs-Variationen und Bärlauch-Risotto. Auch für Cherno Jobatey und Schwester Francine, Diplomatenclub-Präsidentin Mania Feilcke, Dorint-Direktorin Tini Gräfin Rothkirch, Pixelpark-Präsident Paulus Neef und Unternehmerin Jette Joop ein schöner Rahmen zur Kontaktpflege. Viele Gäste waren zum ersten Mal in der Botschaft und zeigten sich besonders angetan von der Architektur. Für ausgewählte Veranstaltungen vermieten die Briten ihre viel diskutierten Räume, ein erfrischender Spielplatz für die Hauptstadtkommunikation. Vielleicht greifen andere Botschaften diese Idee ja auch mal auf. Bi

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