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Hatz auf Ausländer

Drei Skinheads stehen ab heute vor Gericht Sie sollen einen Türken mit Keulen traktiert haben
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Das Zeichen seiner Gesinnung hatte sich der Rechtsradikale in seine Baseballkeule geritzt. Die SS-Runen prangten auf dem Schläger, mit dem Nico R. im April 2003 drei Ausländer in der U-Bahn angriff. Mit derselben Keule schlug ein Kumpan dann Stunden später in einem anderen Bahnhof einen Mann zusammen, traktierte ihn mit Stiefeltritten und einer Bierflasche. Mit lebensgefährlichen Verletzungen kam das Opfer damals ins Krankenhaus.

Über drei Jahre hat die Justiz benötigt, diese Serie von ausländerfeindlichen Attacken im Neuköllner Süden zur Anklage zu bringen. Heute beginnt nun der Prozess gegen Nico R. (25), Michael H. (25) und Mike K. (38) wegen gefährlicher Körperverletzung und Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Sie gehören zu einer gut zwei Dutzend Personen starken Gruppe, die sich damals vor allem am U-Bahnhof Rudow vor einem Kiosk traf, Bier trank und Ausländer anpöbelte.

Am Abend des 3. April kam es nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zu einer ganzen Serie von ausländerfeindlichen Attacken in verschiedenen U-Bahnhöfen, die damals nur zu einem kleinen Teil bekannt geworden war. Zunächst hatten die Kumpanen auf dem U-Bahnhof Parchimer Allee Lieder mit volksverhetzendem Inhalt gegrölt. Am U-Bahnhof Johannisthaler Chaussee soll die 23 Männer und Frauen starke braune Truppe einer kleinen Gruppe von Türken rassistische Parolen entgegengegrölt haben. Den Flüchtenden warfen sie Flaschen hinterher, die aber nicht trafen.

Dann steigerte sich die Gewalt der Truppe: Gegen 22.30 Uhr zeigte Nico R. den Hitlergruß, und die ganze Bande begann eine Hatz auf eine Gruppe Ausländer, die im Bahnhof wartete. Einen jungen Türken holten sie ein, schlugen ihm eine leere Bierflasche auf den Kopf, Nico R. hieb ihm seine runenverzierte Keule auf den Schädel.

Bei seiner Festnahme vor dem U-Bahnhof Rudow soll der 25-jährige Michael H. dann noch einen Polizisten geschlagen haben –, obwohl damals eine ganze Hundertschaft ausgerückt war, um die braunen Schläger festzunehmen: 19 Männer und sechs Frauen. Nach ihrer Vernehmung und erkennungsdienstlichen Behandlung waren alle am Tag danach wieder auf freien Fuß gesetzt worden, keiner wurde dem Haftrichter vorgeführt. Damals hatte die Polizei mitgeteilt, dass der niedergeschlagene Türke nur eine Platzwunde erlitten habe, die ambulant behandelt werden konnte, der ganze Umfang dieser abendlichen Attacken soll erst nach und nach ermittelt worden sein. Dennoch war mit dieser Attacke die „Rudower Spinne“ vor dem Bahnhof in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt als beliebter Treff der Skinheadszene. Ha
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