[Kommentare: 9]

Von Tag zu Tag

Leistung lohnt

Gerd Nowakowski erwartet vom FDP-Kandidaten Lindner noch einiges
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Nein, den Vorwurf kann man Martin Lindner nicht machen: Dass Politiker vor der Wahl sich nicht festlegen, gilt für den Berliner FDP-Spitzenkandidaten zur Bundestagswahl nun wirklich nicht. Der redet Klartext und meint es so. Sein forscher Ausspruch, man solle die Hartz-IV-Sätze um 30 Prozent kürzen, wird im armen Berlin viel Resonanz finden – und im Wahlkampf kaum vergessen werden. Das ist nachhaltige Politik. Dies als kaltherzige Sozialdemagogie abzuqualifizieren, tut Lindner völlig unrecht. Dass man mit Hartz ganz prima leben kann, hat schließlich schon Ex-Sparmeister Thilo Sarrazin bewiesen – und in der Krise muss jeder noch ein wenig mehr sparen. Im Abgeordnetenhaus, wo Lindner mit seinen verbalen Nahkampfattacken gegen den politischen Gegner manchen Tumult entfachte, zweifelten seine Parteifreunde nie am Talent und dem Willen, sich größtmögliche Aufmerksamkeit zu sichern, zuweilen aber an seinem inneren Kompass. Diese Erfahrungen steht der Bundespartei noch bevor; selbst FDP-Chef Guido Westerwelle soll schon sehr gespannt sein. Eines hat Lindner jedenfalls schon geschafft: Dass sich die Bundes-FDP von ihm distanziert, ist eine echte Leistung.

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 04.07.2009)
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Kommentare [ 9 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von liberalgeist liberalgeist ist gerade offline | 3.7.2009 20:16 Uhr
Danke Herr Lindner...
meine Stimme haben Sie sowieso! Die FDP ist die einzige Partei, die etwas von Leistungsgerechtigkeit versteht und keinen sozialpopulistischen Utopien verfallen ist. Freude schöner Götterfunken!
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von 111oliver 111oliver ist gerade offline | 4.7.2009 0:03 Uhr
Hallo Liberalgeist
hoffe für Sie, dass Sie eines Tages keine Arbeit mehr haben wie viele andere Menschen in diesem Land, die sich darum bemühen müssen und dann Hartz IV-Empfänger werden, mal sehen wie Sie sich dann fühlen. Selbst ich bin in einer eher angenehmen Situation habe aber ein Herz und Mitgefühl für andere Menschen denen es nicht so gut geht. Ihre überhebliche Art passt genau zu der FDP die Steueroasen in anderen Ländern hat, Menschen ausbeutet und dann noch von Gerechtigkeit spricht, dass ist fast schon abartig. Wie sagten Sie in einem anderen Artikel liberal sei andersdenkende zu respektieren, ich glaube kaum, wenn Sie so herablassend über andere Menschen urteilen das nichts aber auch garnichts mit Respekt zu tun hat. Sie gehören mit Sicherheit zu den Leuten die über andere nur Lästern denen es nicht so gut geht wie Ihnen, wenn Sie darauf stolz sind, ist es nur peinlich aber eben FDP, das passt und deshalb weg damit, damit das Elend ein Ende findet. Am Ende zahlt jeder für das was er im Leben tut, dass ist die Gerechtigkeit des Lebens und nichts anderes, hoffentlich können Sie das vor sich selbst verantworten!! Ich bin mir sicher Sie können das.
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von lupo lupo ist gerade offline | 4.7.2009 13:50 Uhr
meine Stimme haben Sie sowieso!
Das war mir schon vorher klar, das zeigen ihre bisherigen Beiträge mehr als deutlich.

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von uwemohrmann uwemohrmann ist gerade online | 4.7.2009 15:40 Uhr
lupo
aber was machen denn die von ihm heissgeliebten Leistungsträger, die er gestern noch in die Spielhallen am Zoo schicken wollte. Hat sich für die oc stark gemacht.Mit seine Leistungsträgern kann es also nicht weit her sein. Ausserdem wusste ich noch gar nicht, dass Herr Nowakowski über Witz und Ironie verfügt....gtins
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von epunion.de epunion.de ist gerade offline | 4.7.2009 17:57 Uhr
@liberalgeist - Ihrer Klientel...
haben wir die defekte Berliner S-Bahn, die Finanzkrise, den überproportinalen Abgang von deutschen Kapital ins Ausland und mit alledem verbunden wahrscheinlich 2010 5 Millionen Arbeitslose zu verdanken.

Das sind Ihre Werte.

Jetzt Tipps für die "Erziehung" von ALG2 - Empfängern zu geben, passt da gut ins Konzept. Damit schafft man "Frieden".

Ein "Geniestreich".
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von skuehn skuehn ist gerade offline | 4.7.2009 18:32 Uhr
Wahrscheinlich
gab es vorher wieder eine Umfrage, welche Berliner Politiker die bekanntesten sind - und Herr Lindner erreichte den Prozentsatz einer Null, links vom Komma ...
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von hannibal hannibal ist gerade offline | 5.7.2009 14:38 Uhr
Wenn es Herr Lindner schafft,
sich mit derselben Konstanz auf demselben guten Niveau von Herrn Nowakowski zu bewegen, dann sollte noch eine steile Karriere vor ihm liegen.

Im übrigen hat Herr Lindner nicht pauschal eine 30%-ige Kürzung gefordert, sondern nur unter gewissen Bedingungen, die m. W. bereits heute Gesetz sind.

Das spielt natürlich allen in die Hände, die verzweifelt nach Möglichkeiten suchen, sich aufzuregen.
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von denharrow denharrow ist gerade offline | 5.7.2009 15:04 Uhr
Lindner, wie wir ihn kennen
Lindner fordert wie immer, gegen die vorzugehen, die schon fast nichts haben.
An die, die das Land ausplündern, kaum oder keine Steuern bezahlen, traut er sich natürlich nicht heran. Das ist schließlich die FDP-Klientel.
Die Wählerschaft der FDP besteht nicht aus Leitungsträgern ( denn das ist die normale arbeitende Bevölkerung mit Durchschnittseinkommen ), sondern aus Steuerhinterziehern, Vermögenden und denen, denen eine Bundesrepublik Deutschland als sozialerBundesstaat schon immer ein Dorn im Auge war; aus Egoisten, die nichts mehr fürchten, als dass der staus quo sich zu ihren Ungunsten ändern könnte.
" Jeder ist seines Glückes Schmied " unterschreibt nämlich nur der sofort, der genügend Hufeisen besitzt.
Wenn eine Partei unwählbar ist, dann schreit die FDP als erstes " hier ".
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von meisterdietrich meisterdietrich ist gerade offline | 5.7.2009 19:57 Uhr
Der Mann hat recht
Es wird viel von Rassismus geredet in diesem Land,
aber was ist es denn anderes, wenn in westdeutschen Großstädten kerngesunde Schulversager bzw. -verweigerer sich mit gelegentlicher Schwarzarbeit, Hartz IV und dubiosen "Geschäften" ihren Lebensunterhalt bestreiten, während die Landwirtschaft ihren Personalbedarf mit hochqualifizierten Leistungsträgern (Lehrer, Krankenpflegern, Facharbeitern) decken muß, weil sich o.g. Einheimischen für diese Arbeit zu fein sind?

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