Berlin : Asbestverseuchte Labortische in der Charité

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Die Charité lässt alle ihre Gebäude auf eine Gefährdung durch Asbest überprüfen. Hintergrund ist die Sperrung von Arbeitsplätzen im Institut für Mikrobiologie am Franklin-Klinikum in Steglitz. Wie jetzt bekannt wurde, hat das Landesamt für Arbeits-, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit (Lagetsi) bereits am 16. Dezember 2005 sämtliche Arbeiten an Labortischen von 40 Mitarbeitern und 320 Studenten untersagt, weil diese aus Asbestzement bestehen und durch Abrieb krebserregende Fasern in die Luft gelangen könnten. „Die Räume sind aber weiter nutzbar, da die Atemluft keine Asbestfasern enthielt“, sagt Lagetsi-Sprecher Robert Rath. Die verseuchten Tische müssen nun fachmännisch entsorgt werden. Das soll bis Februar abgeschlossen sein, sagt Henning Rüden, Chef der neugeschaffenen Asbest-Arbeitsgruppe der Charité. Das Problem mit den Tischen ist bereits seit 1992 bekannt. Auf die Lage aufmerksam gemacht hat nun der Charité-Personalrat, weil am 1. März auch die anderen Mikrobiologischen Institute der Charité nach Steglitz ziehen sollen, wogegen es Widerstand gibt. I.B.

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