Athleten als Vorbilder : Eine Allianz zugunsten der Paralympics

Unternehmen fördern den Behindertenleistungssport, ZDF und ARD übertragen doppelt so viel - doch weitere Förderer und Helfer werden gesucht.

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„Wir sehen in paralympischen Athleten Vorbilder für echte Motivation, auch für uns Mitarbeiter selbst. Paralympioniken sind die glaubwürdigsten Persönlichkeiten, um Ratschläge für die Bewältigung von Krisensituationen zu geben.“ So erklärte Joseph K. Gross, der Leiter des Group Market Management bei der Allianz, am Dienstag das Engagement seines Unternehmens als Internationaler Partner des „International Paralympic Committee (IPC)“. Die Allianz hatte Sportler, Verbandsmitarbeiter, Politiker und Vertreter der britischen Botschaft sowie der Medien am Dienstag zu einem ganztägigen Informationsseminar ins Allianz Forum am Brandenburger Tor geladen.

Laut Karl Quade, Chef de Mission der deutschen Nationalmannschaft, haben die langjährigen Sponsoren des „Topteams“, die Allianz und die Deutsche Telekom, für die Spiele in London im Spätsommer 55 Athleten über einen Zeitraum von bis zu 41 Monaten gefördert. Zwar unterstütze auch das Bundesinnenministerium die Entsendung des Deutschen Teams. Doch es würden weiter Förderer gesucht, die die Kosten, die trotzdem jeder Leistungssportler mit Behinderung für seinen Einsatz in der Nationalmannschaft bei den Spielen übernehmen müsse, tragen helfen. Die Deutsche Telekom dankte am Rande auch engagierten Lehrern und Eltern, die das Schulprojekt „Neue Sporterfahrung“ begleiten, bei dem Nichtbehinderte von Action-Sportarten wie Rollstuhlbasketball und Blindenfußball im Unterricht profitieren. Peter Kaadtmann (ZDF) und Walter Johannsen (ARD) kündigten an, die öffentlich-rechtlichen Sender würden statt 30 Stunden wie in Peking 2008 mehr als 65 Stunden live übertragen und das Olympia-TV-Studio nutzen.

Gerade angesichts der zunehmenden Professionalisierung suche der Deutsche Behindertensportverband weiter Firmen, Privatpersonen und Helfer, die die intensive Trainingsarbeit im Behindertenleistungssport an der Basis tragen helfen, sagte DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher. Annette Kögel

DBS-Kontakt: Telefon 0223460000, im Internet: www.dbs-npc.de. Berlin: www.bsberlin.de, Telefon 3083387-0

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