Atomkraft-Protest : Trecker starten nach Berlin

Eine Woche lang ziehen Atomkraftgegner ab Sonntag quer durch Deutschland. Sie haben ein gemeinsames Ziel: Berlin. Mehrere Zehntausend Menschen werden am kommenden Wochenende zu einer Großdemo in der Hauptstadt erwartet.

Gorleben Zum Auftakt eines einwöchigen Protest-Trecks gegen Atomkraft, der am kommenden Wochenende in Berlin enden soll, haben am Samstag rund 1000 Menschen in Gorleben protestiert. An der Kundgebung am Endlagerbergwerk beteiligten sich auch etwa 100 Landwirte mit ihren Traktoren. 30 Trecker starten am Sonntag im Richtung Berlin, wie ein Sprecher der atomkritischen Bäuerlichen Notgemeinschaft des Wendlandes mitteilte.

In der Haupstadt ist am 5. September eine bundesweite Anti-Atom-Demonstration geplant. Die Veranstalter eines Bündnisses aus Bürgerinitiativen und Umweltgruppen erwarten dazu mehrere Zehntausend Teilnehmer.

150 Bauern fahren direkt nach Berlin

Haltepunkte des Trecks sind unter anderem die Endlagerstandorte Schacht Konrad in Salzgitter, Asse bei Wolfenbüttel sowie Morsleben in Sachsen-Anhalt. Weitere 150 Landwirte brechen den Angaben zufolge am kommenden Freitag auf, sie fahren mit ihren Traktoren direkt  von Gorleben nach Berlin.

Bei der Demonstration in Gorleben riefen Redner zu einer Abschaltung aller Atomkraftwerke auf. Die weitere Produktion von Atommüll sei unverantwortlich. Nach den Pannen in der Asse und in Morsleben belegten kürzlich aufgetauchte Dokumente, dass auch der Salzstock Gorleben für ein Endlager ungeeignet sei. Die Suche nach einer Lagerstätte für Atommüll müsse deshalb von vorn beginnen. (sf/ddp)

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