• Auch der Senat bremst die Gefährte aus: Bierbikes: Berlin-Touristen müssen trocken treten

Auch der Senat bremst die Gefährte aus : Bierbikes: Berlin-Touristen müssen trocken treten

Bier trinken und dabei in die Pedale treten: Für Touristen sind die Bierbikes in Berlin eine Attraktion. Nun stellt sich auch der Senat gegen den Betreiber der Gefährte - zumindest teilweise.

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Umstritten. Rundfahrten sind nur noch auf wenigen Routen erlaubt.
Umstritten. Rundfahrten sind nur noch auf wenigen Routen erlaubt.Foto: picture alliance / dpa

Strampelnde Touristen, die auf ihrem Bierbike auch noch kräftig schlucken, soll es auf den wichtigsten Straßen in Mitte nicht mehr geben. Die Stadtentwicklungsverwaltung hat nach Angaben von Staatssekretär Christian Gaebler den Widerspruch des Betreibers gegen entsprechende Auflagen des Bezirksamts zurückgewiesen. Ulrich Hoffmann-Elsässer, der Betreiber der 16-sitzigen Gefährte, wusste davon auf Anfrage am Donnerstag allerdings noch nichts.

Mittes Stadtrat für Stadtentwicklung, Carsten Spallek (CDU) hatte bereits 2014 ein Quasi-Verbot für die Bierbikes ausgesprochen. Sie dürfen demnach zwar weiter fahren, müssen besondere Straßen und Plätze wie den Pariser Platz, die Linden, die Friedrichstraße, den Alexanderplatz oder den Gendarmenmarkt aber meiden.

Widerspruch zurückgewiesen

Dagegen hatte Hoffmann-Elsässer Widerspruch eingelegt, dessen Bearbeitung sich aber hinzog. Erst jetzt sei er zurückgewiesen worden, sagte Gaebler auf Anfrage. Die erteilten Auflagen seien überprüft und im Widerspruchsbescheid konkretisiert worden. Auch ein generelles Verbot wäre eventuell möglich, wenn belastbare Fakten zu Verkehrsgefährdungen vorliegen würden. Dies ist zurzeit aber nicht der Fall.

Könnte er nicht überall fahren, müsste er das Geschäft aufgeben, bei dem derzeit 25 Mitarbeiter beschäftigt seien, sagte Hoffmann-Elsässer. Er wolle auch nicht, dass Betrunkene zu einer Unfallgefahr würden. Vor einer Fahrt lasse er deshalb Alkoholtests machen. Und auch unterwegs werde nicht übermäßig getrunken. Zudem seien seine Gefährte auch kein größeres Verkehrshindernis als Trabbi-Safariefahrten, Sightseeing– Busse, Pferdekutschen oder Rikschas. Den Namen Bierbike hat er bereits gestrichen. Jetzt heißen die Gefährte „Bigbikes“.

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