Berlin : Auch die Kleinsten sind gefragt

„Es gibt kleine Kinder, die können keine einmal 20 Minuten ruhig sitzen“, sagt Dorothee Eingelhard. Sie muss es wissen, denn sie koordiniert für den VBKI den Einsatz von rund 110 Lesepaten in 75 Kitas. Deshalb rät sie den Paten, es mit Bilderbüchern zu versuchen: Wenn es was zu sehen gibt, fällt das Stillsitzen und Konzentrieren leichter als bei einem reinen Lesebuch.

Nicht jede Kita kann sich um den Einsatz von Lesepaten bewerben: Bedingung ist, dass viele Kinder der Einrichtung diese spezielle Zuwendung wirklich nötig haben. Das ist erfahrungsgemäß dann der Fall, wenn mehr als 40 Prozent der Eltern zu der Gruppe der Geringstverdiener gehören oder wenn über 40 Prozent der Kinder einen Migrationshintergrund haben. Um diesen Kindern den Einstieg in die Schule zu erleichtern, bekommen sie regelmäßig vorgelesen oder es werden eben Bilderbücher besprochen, die im Zusammenhang mit einem gerade im Kitaalltag virulenten Thema stehen.

Dorothee Engelhard bedauert, dass nicht noch viel mehr Kitas das Angebot des VBKI nutzen. Um das Interesse zu wecken, kontaktiert sie sowohl die bezirklichen Kitas als auch die freien Träger. Wichtig ist allerdings, dass es in der Kita jemanden gibt, der sich um den Lesepaten kümmern und ihn richtig in die Arbeit einführen kann: „Die Chemie muss stimmen“. sve

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