Berlin : Auch Nadja Auermann drückte hier die Schulbank

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Eine Gesamtschule, die selbst Gymnasien in Bezirk Konkurrenz macht - das ist die Gustav-Heinemann-Oberschule in Tempelhof. An der vor einem Vierteljahrhundert gegründeten Gesamtschule bewerben sich doppelt so viele Schüler, wie sie aufnehmen kann. Zuletzt klagten sogar 15 Eltern Plätze für ihre Kinder ein - und gewannen. Bei ihrer Gründung hatte die Schule noch keine gymnasiale Oberstufe. Die 1974 eingeschulten 7. Klassen mußten zunächst woanders untergebracht werden: Das Schulgebäude war erst im Herbst 1975 bezugsfertig. 1977 erhielt die Schule den Namen des ehemaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann. 1978 wurde die Sekundarstufe II eingeführt, 1980 legten die ersten Schüler das Abitur ab. 1988 mußte das Schulgebäude geräumt werden: Es war asbestverseucht. Wieder wurden die Schüler auf andere Schulen verteilt. Die Gebäude, in denen die Schule inzwischen ihren Sitz hat, gelten immer noch als Provisorium. Von den zur Zeit 1200 Schülern werden auch dieses Jahr etwa 85 das Abitur erreichen. Derzeit bemüht sich die Schule darum, als erste Gesamtschule Berlins im nächsten Jahr einen Schnelllerner-Zug einrichten zu dürfen. Die Schule bietet vielfältige Kurse, Schulabschlüsse und andere Angebote wie Japanisch als zweite Fremdsprache. Mit Schulen in den Niederlanden, Schweden, Frankreich, Japan, Thailand und Australien werden Partnerschaften gepflegt. In vielen selbst erarbeiteten Ausstellungen setzen sich die jungen Menschen mit Politik, Kunst und Geschichte auseinander. Schüler und Lehrer konnten schon viele prominente Gäste zu Gesprächen begrüßen. Und Heinemann-Absolventen machen selbst Schlagzeilen - wie Top-Model Nadja Auermann.

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