• Auch Sachsen säubert die braune Spree Woidke und Tillich einig: Das ist jetzt Chefsache

Berlin : Auch Sachsen säubert die braune Spree Woidke und Tillich einig: Das ist jetzt Chefsache

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Potsdam - Die „braune Spree“, die Rettung des Spreewaldes vor rostiger Ockerbrühe, ist jetzt Chefsache in den Regierungen Brandenburgs und Sachsens. Das sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Dienstag in Potsdam nach einem Treffen mit Vertretern des Aktionsbündnisses „Klare Spree“. Er sei der sächsichen Staatsregierung, insbesondere Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) „sehr dankbar“, dass jetzt auch im Spree-Oberlauf, also auf sächsischer Seite vor der Talsperre Spremberg, ein Programm zur Reinigung der Spree von den Eisenfrachten anlaufe.

Woidke und Tillich hatten sich kürzlich darauf verständigt, beim Kampf gegen die Verockerung zusammenzuarbeiten, nachdem sich auf sächsischem Gebiet vorher fast nichts tat. „Sie wissen, es hat vorher Irritationen gegeben“, sagte Woidke, der sich im Frühjahr vor Ort mit Tillich treffen will. Auf brandenburgischer Seite ist auch aus Sicht des Aktionsbündnisses das im Februar gestartete Programm gut angelaufen, bei dem verschmutzte Spreewald-Zuflüsse gesäubert werden. Eine Grubenwasserreinigungsanlage in Vetschau wurde reaktiviert, der Schlabendorfer See wird per Schiff bekalkt, erste Fließe sind beräumt. Während hier 2013 bereits sieben Millionen Euro investiert wurden, waren es im Oberlauf, auf sächsischem Gebiet, lediglich 450 000 Euro. Das soll sich 2014 ändern. Dann sollen auch in Sachsen Investitionen von 3,5 Millionen Euro starten.

Investiert wird in eine frühere Grubenwasserreinigungsanlage, außerdem werden starkes Eisenwasser am Zusammenfluss von Spree und Unterer Spree abgesaugt sowie Mikroorganismen eingesetzt, erklärte Mahmut Kuyumcu, Chef der Bergbausanierers LMBV. Trotzdem bleibt für das Bündnis der Kampf gegen die Verockerung „ein Problem für 50 bis 100 Jahre“. Thorsten Metzner

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