Berlin : Auermann ist empört

Foto: dapd/Clemens Bilan
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Das frühere Topmodel Nadja Auermann, 40, wurde am vierten Tag im Prozess um angebliche Steuerhinterziehung etwas ungeduldig. „Das sind Unterstellungen, ich möchte jetzt mal einen Beweis sehen, Fakten hören.“ Anhand von Flugtickets, Kontoauszügen und Rechnungen hatte ein Steuerfahnder ein „Bewegungsprofil“ erstellt. Auermann zeigte sich empört, dass ihr Privatleben vor der Öffentlichkeit ausgebreitet und von dem Beamten falsch bewertet werde. Einen Arzttermin zur Impfung des kleinen Sohns beispielsweise nahm der Steuerfahnder als Indiz für Auermanns Aufenthalt in Berlin. Dies wies das frühere Topmodel zurück.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Model vor, Steuern in Höhe von 272 498 Euro hinterzogen zu haben. Die Anklage geht davon aus, dass Auermann zwischen 1999 und 2002 nicht in Monaco ihren Lebensmittelpunkt hatte, wie von ihr angegeben, sondern in einer 1998 von ihr erworbenen Villa in Köpenick. Auermann bestreitet das. Sie habe sich erst 2002 entschlossen, wieder nach Deutschland zu ziehen. Die Immobilie sei als Anlage gedacht. Der Prozess geht am 27. Juni weiter. K.G.

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