• Auf dem Gelände in Weißensee wurden Brandsätze gefunden - Anwohner alarmierten die Polizei

Berlin : Auf dem Gelände in Weißensee wurden Brandsätze gefunden - Anwohner alarmierten die Polizei

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Nach der Schändung des Jüdischen Friedhofs in Weißensee ist dort nun offenbar noch ein Brandanschlag geplant worden. Schaden entstand aber nicht, die beiden Brandsätze waren nicht gezündet worden. Der Ort, an dem die Brandflaschen gestern Vormittag gefunden wurden, liegt nach Auskunft der Polizei weit von der Stelle entfernt, wo Unbekannte 103 Grabsteine umgeworfen und teilweise zerstört hatten.

Friedhofsmitarbeiter fanden gestern gegen 11 Uhr an der südlichen Friedhofsmauer an der Herbert-Baum-Straße eine zwei Meter lange Leiter, die dort nicht hingehörte. Sensibilisiert durch die Ereignisse von Anfang Oktober benachrichtigten sie die Polizei. Diese stieß dann auf zwei Glasflaschen. Eine davon war zerbrochen, die andere enthielt noch den Rest einer brennbaren Flüssigkeit. In beiden Flaschenhälsen steckten Stofflappen als Lunte.

Möglicherweise hatten die Täter nicht ernsthaft vor, einen Brandanschlag zu verüben, oder sie wurden gestört, denn beide Lunten waren nicht angezündet worden: Die Flaschen wiesen keine Rußanhaftungen auf, verzeichnet der Polizeibericht. Auch in diesem Fall übernahm der Staatsschutz der Polizei die Ermittlungen. Für Hinweise, die zur Ermittlung der Täter führen, die die 103 Gräber zerstörten, setzte der Polizeipräsident, wie berichtet, eine Belohnung von 5000 Mark aus.

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