Berlin : Auf dem Trockenen

Das Baerwaldbad wartet auf Geld / Schulschwimmen gefährdet

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Das Fest zum Jahrestag am 6. September könnte das letzte sein. Denn den neuen Betreibern des Baerwaldbades von der Arbeitsgemeinschaft (AG) FriedrichshainKreuzberger Sportvereine fehlen rund 90000 Euro, um die Betriebskosten zu bestreiten. Die Bäderbetriebe (BBB) hatten das Bad vor einem Jahr geschlossen, worauf die AG es übernahm. Heute ziehen hier wieder Schüler ihre Bahnen, abends trainieren Sportvereine und am Wochenende kommt die Öffentlichkeit. Mit nur zweieinhalb hauptamtlichen Stellen und rund zehn Ehrenamtlichen stemmt die AG den Badebetrieb an sieben Tagen in der Woche. 316000 Euro jährlich werden dafür benötigt. 116000 Euro zahlen die Vereine selbst, dazu kommen 110000 Euro von den Bäderbetrieben – zu wenig, um Personal und Betriebskosten zu bezahlen. Bei den ausstehenden 90000 Euro handelt es sich um Zuschüsse, die Bäder für den Schwimmunterricht der Schulen bekommen. Die AG beansprucht zwei Euro für jeden der nach ihren Angaben 100000 Schüler jährlich. Diesen Betrag wollen die BBB aber nicht bezahlen; eine Stellungnahme des Unternehmens war nicht zu bekommen. „Wenn keine Einigung kommt, müssen wir nach den Herbstferien dicht machen“, sagt Joachim Uffelmann von der AG. Dabei sei die Anlage in gutem Zustand. „Falls das Bad schließt, können wir unser Schulschwimmen nicht sichern“, befürchtet Jugendstadträtin Sigrid Klebba (SPD). Aktuell kämen 57 Schulklassen pro Woche, sagt Uffelmann. Der Senat will aber zukünftig nur noch den obligatorischen Unterricht für dritte Klassen bezuschussen. Nicht genug fürs Baerwaldbad. mdk

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