Berlin : Auf den letzten Drücker

Wer jetzt noch kein Geschenk hat, muss nicht verzweifeln. Last-Minute-Tipps für Spätentschlossene

Sebastian Leber
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Jetzt aber schnell. Viele Geschäfte haben Heiligabend bis 14 Uhr geöffnet. Wer danach noch sucht, muss die richtigen Adressen...

Langsam wird es knapp. Wer am heutigen Mittwoch aufwacht und immer noch nicht alle Geschenke beisammen hat, muss sich ranhalten. Aber vor allem: strategisch vorgehen. Denn die meisten Geschäfte haben heute nur vier Stunden geöffnet, und man muss erstens mit Schlangen vor den Kassen rechnen und zweitens damit, dass manches bereits ausverkauft ist und man deshalb in mehreren Läden suchen muss.

Die meisten Kaufhäuser und Shoppingcenter wie die Potsdamer-Platz-Arkaden, das Gesundbrunnen-Center und die Gropius-Passagen haben von 10 bis 14 Uhr offen. Das gilt auch für die Schönhauser-Allee-Arkaden, das Ring-Center an der Frankfurter Allee, die Spandau Arcaden, das Alexa und das Schloss Steglitz. Wer eine zusätzliche Stunde Zeit haben will, geht zuerst ins KaDeWe, das öffnet bereits um 9 Uhr und schließt um 14 Uhr.

Auch im Kulturkaufhaus Dussmann in der Friedrichstraße kann man von 10 bis 14 Uhr noch einmal nach Geschenken suchen. Hier waren die Schlangen vor den Kassen in den vergangenen Tagen zwar besonders lang, dafür sind die Regale heute alle wieder aufgefüllt. Sämtliche aktuellen Bestseller sind vorrätig. Auch die Filialen der Buchladenkette Hugendubel schließen um 14 Uhr, manche machen morgens um 10 Uhr auf, der Laden an der Tauentzienstraße schon eine halbe Stunde früher. Bei der kleinen Buchhandlung Berlin Story Unter den Linden 26, die vor allem Bücher und Kalender mit Stadtbezug im Sortiment hat, kann man von 10 bis 15 Uhr einkaufen.

Wenn dann nachmittags die großen Geschäfte zu sind und noch immer Geschenke fehlen, braucht man nicht zu verzweifeln. Man muss bloß die richtigen Adressen kennen. Zum Beispiel die Weihnachtsmärkte. Die meisten bleiben Heiligabend zwar geschlossen, einige sind bereits abgebaut, doch es gibt Ausnahmen: Der Markt der Winterwelt am Potsdamer Platz etwa hat bis 16 Uhr geöffnet, der „Weihnachtszauber“ am Gendarmenmarkt sogar bis 18 Uhr. Hier gibt es von allen Berliner Märkten die größte Auswahl an Kunsthandwerk und anderem Verschenkbaren.

Und dann ist da noch der Konzertkartenhändler Hekticket. Dessen Filialen im S-Bahnhof Alexanderplatz und gegenüber vom Bahnhof Zoo haben zwischen 14 und 18 Uhr geöffnet – hier kann man Konzert-, Opern-, Theater- und Kabarettkarten für das kommende Jahr kaufen. Das ist besonders bei solchen Veranstaltungen sinnvoll, die bald ausverkauft sein werden: das Konzert der Philharmoniker in der Waldbühne, das von Depeche Mode im Olympiastadion, das von Rosenstolz in der Wuhlheide. Und die Shows von Mario Barth.

Nach 18 Uhr wird es schwierig. Jetzt bleiben nur noch die Alternativen Selberbasteln oder das Stofftierregal an der Tankstelle. Und das Internet. Die Seite www.jochen-schweizer.de bietet einen „Last-Second-Weihnachts-Service“ an: Hier kann man noch unmittelbar vor der Bescherung Fallschirmsprünge, Baggerfahrten und Segelflugstunden buchen – und dann einen stilvollen Gutschein ausdrucken. Wer nicht so mutig ist, bucht ein Abendessen im Dunkelrestaurant.

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