Berlin : Auf Harmoniekurs

Nach Eklat im November setzt FDP Parteitag fort

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An die Wahl zum Abgeordnetenhaus denken sie noch nicht in der FDP. Denn heute trifft man sich wieder zum Parteitag – und nach der Erfahrung vom 13. November, als sich die Liberalen über die Landesliste zerstritten, meidet man alles, was Anlass zum Streit geben könnte. Das sind vor allem Personalfragen. Alles deutet darauf hin, dass die Nominierung der Kandidaten überraschungsfrei verlaufen wird.

So könnte die künftige FDP-Fraktion der derzeitigen recht ähnlich sehen. Martin Lindner möchte wieder deren Chef werden, bewährte Kräfte wie Mieke Senftleben und Klaus-Peter von Lüdeke wollen abermals antreten. Die Kultur- und Haushaltsfachfrau Sibylle Meister hofft auf ein Wahlergebnis, das vom ersten Frust der Wähler über die große Koalition auf Bundesebene geprägt ist. Dann hätte sie gute Chancen, hinter Senftleben als zweite Kandidatin aus Reinickendorf wieder ins Abgeordnetenhaus zu kommen.

Etwas unübersichtlich ist die Lage in Charlottenburg-Wilmersdorf. Dort sind sich Christoph Meyer und Alexander Ritzmann in herzlicher Abneigung verbunden. Beide deuten an, dass man sich bis zur Nominierung im Februar oder März über die Plätze eins und zwei einigen kann. In dieser Gegend muss der Zweitplatzierte auf der Liste nicht um den Einzug ins Abgeordnetenhaus bangen.

Das Mandat in Neukölln würde der Abgeordnete Axel Hahn gern übernehmen. Doch bekommt er womöglich Konkurrenz. Auch Sebastian Kluckert, der junge Chef der BVV-Fraktion, denkt über eine Kandidatur nach. Er ist, wie er sagt, nicht der Einzige. In Mitte fallen gleich vier oder fünf Namen. In Spandau gibt es ebenfalls Kandidatenkonkurrenz. wvb.

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