Berlin : Auf Linie gebracht

Erstmals Fahrstreifen auf Straße des 17. Juni markiert

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Bisher war die Straße des 17. Juni zwischen Großem Stern und Entlastungsstraße einfach nur breit. Seit gestern ist sie sechsspurig, denn in den vergangenen Tagen wurden Fahrstreifen markiert – drei in jeder Richtung. Seit Jahren schon hat die Berliner Straßenverkehrsbehörde den Bezirk Mitte gedrängt, die weißen Linien auf die Fahrbahn bringen zu lassen. „Es gab zwar nicht auffällig viele Unfälle“, sagt Petra Rohland von der Senatsverkehrsverwaltung, „aber einige Autofahrer sind unsicher, wenn es keine Markierung gibt.“

Der Adressat des Senatswunsches war Harald Büttner, Leiter des Straßen und Grünflächenamtes von Mitte. „Fachlich kann man über die Markierung streiten“, sagt er. Einerseits sei mehr Verkehrssicherheit zu erwarten, zumal die Straße immer stärker befahren werde. Andererseits sieht die zuletzt 1987 sanierte Fahrbahn noch fast wie neu aus, weil bisher jeder fahren durfte, wo er wollte. Nun müsse man sich auf Spurrillen gefasst machen. Deren Beseitigung dürfte eines Tages deutlich teurer werden als die Markierung, die den Bezirk nur 8290 Euro koste.

Obwohl die Straße des 17. Juni zugleich Bundesstraße ist, sind Markierungen innerorts nicht vorgeschrieben. Sie erlauben jedoch – in der Stadt –, rechts schneller zu fahren als links. Das war zwar bisher schon üblich, aber verboten. obs

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