Berlin : Auf Vaters Spuren: Bowies Sohn will hier drehen

Kreatives Erbe. Duncan Jones trägt den bürgerlichen Namen seines Vaters. Foto: dpa
Kreatives Erbe. Duncan Jones trägt den bürgerlichen Namen seines Vaters. Foto: dpaFoto: picture-alliance/ dpa

Eigentlich müsste er einen ziemlichen Hass auf Berlin haben. Schließlich war seine Mutter Angie im Jahr 1978 – als er gerade sieben Jahre als war – mal so sauer auf seinen Vater David Bowie, dass sie ihn beschuldigte, ihren gemeinsamen Sohn Joey Weihnachten heimlich nach Berlin verschleppt zu haben. Das entpuppte sich zwar als Missverständnis, aber scheiden ließen die beiden sich trotzdem. Und Berlin, wo der britische Regisseur Duncan Zowie Haywood Jones, der auch mal Zowie Bowie oder Joey Bowie genannt wird, manchen Kindertag mit der väterlichen Popikone verbrachte, hat ihn nachhaltig beeindruckt. So sehr, dass er seinen nächsten Film „Mute“ der Stadt widmen will.

Der geplante Science-Fiction-Film werde in einem Berlin der Zukunft spielen, sagte Duncan Jones, der ab und zu in der Stadt ist und sich hier „jedes Mal aufs Neue inspiriert“ fühlt. Drehen will er die deutsch-britische Koproduktion im Studio Babelsberg, wo schon länger Gespräche laufen. Er sei herzlich willkommen und ein toller Filmemacher, sagt Sprecher Eike Wolf, offiziell bestätigen möchte er den Dreh aber nicht. „Moon“, das hoch gelobte und preisgekrönte Spielfilmbebüt des 39-Jährigen mit Sam Rockwell in der Rolle eines Minenarbeiters auf dem Mond, kommt am 15. Juli in die deutschen Kinos. Duncan Jones teilt mit seinem Vater, der Ende der Siebziger zwei Alben hier einspielte, offenbar nicht nur die Begeisterung für Berlin, sondern auch die Liebe zu Science-Fiction-Motiven. Davon zeugen nicht zuletzt dessen frühe Alben „Space Oddity“ und „Ziggy Stardust and the Spiders from Mars“. gba/ddp

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