Berlin : Aufgeregt im „Jedermann“

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Durch die beleuchtete Stadt. Zum zweiten Mal erstrahlen gerade Berlins Gebäude und Plätze im nächtlichen Glanz – „City of Lights“ heißt das Event. Das Unternehmen Bus-Verkehr-Berlin (BVB) lädt zu abendlichen Lichterfahrten. Heute geht es z. B. um 18.15 Uhr am Alex los, gegenüber dem Park Inn Hotel (drei Stunden, 15 Euro). Reservierung ist nötig: Tel. 68 38 91 61. Infos im Internet unter www.bvb.net. kög

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Berliner Orgelherbst. In der Wilmersdorfer Wilhelmsaue 119 wird heute um 20 Uhr der „Berliner Orgelherbst an der Auenkirche 2006“ eröffnet. Organist Jörg Strodthoff spielt etwa Max Regers Choralsinfonie über „Wachet auf, ruft uns die Stimme“. Der Eintritt ist frei, Spenden für die Kirchenmusik erbeten. hema

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Wohltätige Shoppingnacht. Die Galeries Lafayette in der Friedrichstraße lädt heute zur Einkaufsparty bis Mitternacht und verbindet dies mit einem guten Zweck: Alle Gäste werden gebeten, ein Geschenk für ein 10-jähriges Kind mitzubringen – passend zum 10. Geburtstag der Galeries Lafayette. Die Geschenke werden an das Kinder- und Jugendzentrum „Die Arche“ übergeben. Die zur Arche gehörende neue Grundschule am Naumburger Ring 25 lädt übrigens ebenfalls heute ein: Zum Tag der offenen Tür von 10 bis 13 Uhr. sve

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Tierisches Wochenende. Ein „tierisches Wochenende“ bietet das Freizeit- und Erholungszentrum, An der Wuhlheide 197. Heute (13-18 Uhr) und morgen (10-18 Uhr) gibt es Infos und Angebote rund ums Haustier. hema

Als der Applaus vorbei ist und die Premierengäste der neuen „Jedermann“-Inszenierung im Berliner Dom den Donnerstagabend im Opernpalais ausklingen lassen, hat sich bei ihr die Aufregung gelegt. Aufgekratzt ist Barbara Becker dennoch. Schließlich hat sie ihr Theaterdebüt in Berlin ohne Patzer überstanden. Und das, obwohl die ausgebildete Schauspielerin seit ihrer Ehe mit Tennisstar Boris Becker nie als solche tätig war.

In Hugo von Hofmannsthals „Jedermann“ spielt Barbara Becker nun die Rolle der „Buhlschaft“. Neben René Kollo , Ilja Richter und Peter Sattmann steht sie auf der Bühne, und so, wie sie das macht, mit ihrer leicht spröden und kühlen Art, ist die Leistung eher solide als schauspielerisch meisterhaft. Doch darum geht es wohl auch nicht, ging es wohl noch nie in den nunmehr 20 Jahren, in denen Regisseurin Brigitte Grothum das Stück schon in Berlin inszeniert. Mögen die Kritiker unken, das Gebotene erinnere an eine Schultheateraufführung: Die Gäste lassen sich davon nicht irritieren – und erscheinen Jahr für Jahr zahlreich.

Vermutlich auch deshalb, weil der Stoff um Nächstenliebe und Läuterung immer wieder spannend ist. Überdies verleiht die opulente Kulisse des Berliner Doms der Aufführung einen beeindruckenden Rahmen. „Es geht eben um das Leben, das Stück ist ein Plädoyer dafür, es in vollen Zügen zu genießen“, sagt Barbara Becker. Sie habe sich für die Rolle von Brigitte Grothum „breitquatschen lassen“, sagt die 39-Jährige, ohne dabei zu verhehlen, dass sie sich durch das Angebot „gebauchpinselt“ gefühlt habe. Noch bis zum 29. Oktober wird sie täglich die Geliebte des Jedermann geben. Sie sei gut in der Rolle drin, habe sich deren viele Facetten mit Hilfe des Ensembles erarbeitet. hey

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