Berlin : Aufmarsch der Pädagogen

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Bis zu 30 000 Lehrer und Erzieher aus allen Teilen Deutschlands wollen heute Nachmittag in Berlin für eine andere Bildungspolitik und mehr Geld demonstrieren. Aufgerufen hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) unter dem Motto „Rettet die Bildung“. Die Polizei erwartet in Mitte deshalb große Probleme für Autofahrer und empfiehlt eine weiträumige Umfahrung.

Die Demonstration beginnt um 16 Uhr mit einer Auftaktkundgebung am Alexanderplatz. Um 17 Uhr wollen die Teilnehmer zum Protestmarsch starten. Die Route verläuft anfangs über eine der wichtigsten Hauptstrecken in Mitte, die Grunerstraße und den Mühlendamm. „Das gibt dann immer Chaos“, prognostizierte ein Beamter im zuständigen Polizeiabschnitt 31. Danach biegen die Teilnehmer in die Breite Straße ab, über die Französische Straße geht es dann zum Gendarmenmarkt. Dort gibt es gegen 18 Uhr eine Abschlusskundgebung.

Ursprünglich wollte die GEW ihre Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor abhalten. Das hätte jedoch auch die Ebertstraße den ganzen Tag wegen des Bühnenauf- und abbaus blockiert; die Polizei drängte deshalb auf einen Verzicht. Die beiden Bühnen auf dem Alex und Gendarmenmarkt behindern den Verkehr dagegen nicht. Etwa 5000 Teilnehmer werden mit 80 Bussen vor allem aus den Neuen Ländern nach Berlin kommen.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft will einen Tag vor der Konferenz der Ministerpräsidenten der Länder „Gegen die deutsche Bildungsmisere“ mobil machen. Denn am 13. Juni 2002 wollen die Ministerpräsidenten in Berlin die Weichen für die Bildungspolitik in ihren Ländern stellen. Als Redner sind unter anderen der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Michael Sommer, und GEW-Chefin Eva-Maria Stange eingeladen. Am 13. Juni sollen die GEW-Forderungen an den Vorsitzenden der Ministerpräsidentenkonferenz übergeben werden. Ha

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