• Aufnahme in weiterführende Schulen: Die meisten Schüler kommen auf ihre Wunschschule

Aufnahme in weiterführende Schulen : Die meisten Schüler kommen auf ihre Wunschschule

Am Freitag wurden die Aufnahmebescheide für die weiterführenden Schulen in Berlin verschickt. Die meisten Sekundarschulen und Gymnasien können die Wünsche der Berliner Kinder nach ihrem Lieblings-Schulplatz erfüllen.

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Foto: Julian Stratenschulte/ DPA

Die bezirklichen Schulämter haben am Freitag die Aufnahmebescheide für die weiterführenden Schulen verschickt. Bei den Integrierten Sekundarschulen können sich 81,1 Prozent der Schüler darüber freuen, dass ihr Erstwunsch erfüllt wird. Das sind 10 164 Schüler, teilte die Bildungsverwaltung des Senats am Freitag mit. Bei der Auswahl wurden 1232 Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf, 20 Härtefälle und 914 Geschwisterkinder berücksichtigt.

Bei den Gymnasien waren es sogar 92,1 Prozent der Schüler, deren Erstwunsch in Erfüllung ging. Das heißt, 8397 Kinder erhalten einen solchen Schulplatz, davon 56 mit Förderbedarf, elf Härtefälle und 953 Geschwisterkinder. Rechnet man Sekundarschulen und Gymnasien zusammen, bekommen rund 95 Prozent der Schüler entsprechend ihrer Erst-, Zweit- und Drittwunschangabe einen Platz für das nächste Schuljahr, das nach den Sonmmerferien beginnt.

Für Zuzügler sind noch Plätze frei

Jenen Schülern, die bei der Suche nach einer favorisierten Schule leer ausgingen, wurde durch die Ausgleichskonferenz der bezirklichen Schulträger ein anderer Platz angeboten. Betroffen sind 963 Kinder, die eine Sekundarschule besuchen wollen, und 390 Gymnasialschüler. Es gebe auch noch freie Plätze, teilte die Bildungsverwaltung mit. Für Zuzügler nach Berlin stehen 787 Plätze an den Sekundarschulen und 338 Plätze an Gymnasien zur Verfügung. „Berlinweit sind ausreichend Kapazitäten an den weiterführenden Schulen vorhanden“, erklärte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD). Und es sei erfreulich, dass die meisten Kinder einen Platz an der Schule ihrer ersten Wahl bekommen hätten.

Seit der Neuregelung des Übergangs von der Grundschule in die Klassenstufe 7 ab dem Schuljahr 2011/12 ist in Berlin nicht mehr die Wohnortnähe an besonders nachgefragten Schulen ausschlaggebend. Entscheidend sind die Leistungen der Schüler und ihre Eignung für das jeweilige Profil der Schulen und Klassen. Sei es sprachlich, naturwissenschaftlich, sportlich, musisch oder künstlerisch. Die besonders beliebten Schulen treffen im Einvernehmen mit den Schulämtern der Bezirke die Entscheidung über besondere Härtefälle. Für das kommende Schuljahr 2015/16 gelten 64 Integrierte Sekundarschulen und 51 Gymnasien als „übernachgefragt“.

Begabtenförderung wird weiter vorangebracht

Senatorin Scheeres wies am Freitag auch darauf hin, dass die Begabtenförderung in Berlin weiter vorangebracht werde. So werde in Pankow für die Fünftklässler am Rosa-Luxemburg-Gymnasium ein neuer Schnelllernerzug eingerichtet und ein Schuljahr später ein solcher Zug auch für die 7. Klasse. Die bauliche Erweiterung des Gymnasiums mache dies möglich. Für Marzahn-Hellersdorf wird geprüft, ob ein weiteres Gymnasium ab dem Schuljahr 2016/17 mit einem Begabtenzug ausgestattet werden kann. Welche Schule dies sein wird, ist aber noch offen.

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