Berlin : AUS DEM GERICHT

Sex mit minderjähriger Freundin: 22-Jähriger zu Haft verurteilt

Sie war 13 Jahre alt, er knapp 22. Sie gingen gemeinsam einkaufen und ins Kino. Bald aber wurde mehr daraus. Ihm sei nicht bewusst gewesen, dass er Straftaten begehe, sagte der junge Mann später. Die sexuellen Kontakte zu der Minderjährigen aber brachten ihn ins Gefängnis. Gestern wurde der inzwischen 24-Jährige zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren Haft verurteilt. Zehn Mal war es in der Zeit zwischen Mai 2005 und März 2006 zum Geschlechtsverkehr gekommen. „Das Mädchen hat es bewusst gewollt“, hieß es im Urteil. Sex mit Kindern sei aber „ausnahmslos verboten“. Die Richter gingen angesichts der Liebesbeziehung von einem minderschweren Fall aus. Zudem sei eine verminderte Schuldfähigkeit aufgrund des damaligen Drogenkonsums des Angeklagten nicht auszuschließen. Der Fall war durch eine Anzeige der Mutter des Mädchens ins Rollen gekommen. Vor einem Jahr kam es zu einem ersten Prozess. Das Mädchen bestätigte damals nicht nur den einen, in der Anklage aufgeführten Fall, sondern berichtete von neun weiteren. Diese wurden jetzt verhandelt. Die in der ersten Verhandlung verhängte Strafe von zwei Jahren und fünf Monaten wurde in das jetzige Urteil mit einbezogen. K. G.

Nachschlag für „Mahmoud“:

Serientäter erneut verurteilt

Berlins bekanntester Intensivtäter verstieß auch im Gefängnis gegen die Regeln: Der 25-jährige Nidal R., der unter dem Namen „Mahmoud“ bekannt geworden ist, wurde gestern wegen Beleidigung von zwei Wachtmeistern zu sechs Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt. Er hatte eine Wärterin in der JVA Moabit als „blöde Kuh“ und ihren Kollegen als „Hurensohn“ beschimpft. Nidal R. soll seine kriminelle Karriere als Zehnjähriger begonnen haben. Delikte wie Körperverletzung und Raub ziehen sich durch sein Strafregister mit 13 Einträgen. Derzeit befindet er sich wegen einer Schlägerei in Untersuchungshaft. K. G.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben