Berlin : AUS DEM GERICHT

Freispruch für Boxprofis

Berufsboxer Manuel Charr verletzte nach einem Streit an der Gedächtniskirche zwar einen Kontrahenten durch mehrere Messerstiche. Doch der Vorwurf des versuchten Totschlags sei nicht erwiesen worden, urteilte gestern das Landgericht und sprach den 23-jährigen Schwergewichtler frei. Er hatte sich auf Notwehr berufen. Seine Einlassung sei im Prozess nicht widerlegt worden, hieß es. Der Streit im August 2006 hatte mit Eierwürfen auf Passanten begonnen. Das Opfer, ein 37-jährigen Friseur, regte sich auf. Charr, der mit Berufskollegen unterwegs war, wollte zunächst schlichten. Als es zu einem Kampf zwischen ihm und dem Friseur kam, war dieser mit einer abgebrochenen Flasche bewaffnet. Auch ein mitangeklagter Kollege des Schwergewichtlers wurde freigesprochen. K. G.

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