Berlin : AUS DEM GERICHT

Lebenslang für Mord an Rentner



Knapp sieben Monate nach dem Mord an dem 65-jährigen Lutz F. verurteilte das Landgericht gestern einen 39-jährigen Mann zu lebenslanger Haft. Josef S. habe den Rentner in dessen Kreuzberger Wohnung in einem Kampf erwürgt, hieß es im Urteil. Der verschuldete S. habe seinen Bekannten bestehlen wollen, sei aber vom Opfer überrascht worden. Während der Angeklagte von einem Unglück in einer Rangelei gesprochen hatte, gingen die Richter von einem Mord aus Habgier aus. Beute waren Schmuck und Uhren im Wert von rund 6000 Euro. K. G.

19-Jährige muss in Psychiatrie

Mehr als 30 Mal hatte Stephanie J. auf ihren 22 Jahre älteren Freund eingestochen. Eine Jugendstrafkammer sprach die 19-Jährige gestern des Totschlags schuldig und ordnete ihre Unterbringung in der Psychiatrie an. Ohne Behandlung sei die Angeklagte wegen einer schweren Persönlichkeitsstörung gefährlich für die Allgemeinheit, hieß es. Sie war elf Jahre alt, als sie nach der Trennung der Eltern ins Drogenmilieu abrutschte. Der Mann aus Schöneberg hatte sie wenige Wochen vor der Tat im Juni 2007 bei sich aufgenommen. In der Beziehung sei es aber häufig zu körperlichen Übergriffen gekommen. K. G.

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