Berlin : AUS DEM GERICHT

Spielhallen-Angestellte erschlagen:

Angeklagter will sich nicht erinnern



An tödliche Schläge kann sich der Rumäne angeblich nicht erinnern: Knapp ein Jahr nach dem Mord an einer Angestellten einer Wilmersdorfer Spielhalle hat gestern der Prozess gegen den 30-jährige Marius-Ioan C. begonnen. Er soll die 24-jährige Frau mit einer Stahlstange attackiert haben. Einen Tag später starb sie an den Folgen der Kopfverletzungen. Der Täter war mit 700 Euro Münzgeld entkommen. Der Angeklagte gab zu, dass er an jenem Tag in der Spielhalle war. „Ich weiß aber nicht, was ich gemacht habe“, sagte er. Er könne sich zwar an eine blonde Frau erinnern, die ihm Bier brachte. „Ich kann aber nicht rekonstruieren, was passiert ist.“ Videokameras in der Spielhalle führten auf die Spur des Rumänen. Im Juli wurde er in Nürnberg verhaftet. Auch dort soll er eine Frau niedergeschlagen und ausgeraubt haben. Der Prozess geht morgen weiter. K.G.

Betrügereien im Internet:

Vier Jahre Gefängnis für 57-Jährigen

Die Bank-Betrügereien liefen übers Internet: Der 57-jährige Mikhail B. hatte mit unbekannt gebliebenen Komplizen Konten ausgespäht. Mit den Daten, an die sie unter anderem mit gefälschten E-Mails der jeweiligen Bank kamen, wurden fleißig Gelder abgebucht. Im Prozess ging es um einen Schaden von rund 80 000 Euro. Bevor die Täter die Konten plünderten, hatte B. unter falschen Namen mehrere Konten eröffnet. Gingen Gelder ein, hob er sie sofort ab. Nach seinem pauschalen Geständnis wurde B. zu vier Jahren Haft verurteilt. K.G.

Polizist als Schläger angeklagt:

36-Jähriger bestreitet Vorwürfe

Eine knapp zweijährige Beziehung endete mit einer Anzeige: Ein 36-jähriger Polizist muss sich seit gestern wegen sieben angeblicher Übergriffe auf seine ehemalige Freundin verantworten. Der Beamte sagte, er sei zwar eifersüchtig gewesen. Es sei auch vorgekommen, dass er und die 31-jährige Frau sich im Streit gegenseitig geschubst hätten. „Ich habe sie aber nie geschlagen oder getreten“, sagte der Angeklagte. Der Prozess geht Freitag weiter. K.G.

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