Berlin : AUS DEM GERICHT

Prozess um Anabolika-Handel: Hauptangeklagter gestand

Der einstige Deutsche Meister in der Bodybuilderszene packte aus: Boris K. legte im Prozess um schwunghaften Handel mit Anabolika gegen insgesamt elf Männer und zwei Frauen gestern ein Geständnis ab. Er habe etwa 2000/2001 mit dem illegalen Geschäft begonnen, um seinen eigenen Konsum an muskelaufbauenden Mitteln zu finanzieren, sagte der 32-Jährige. Im Schwergewicht gehe „nichts ohne“. Seinen Handel hatte er erst von Deutschland und dann von Polen aus organisiert. Als zweiter Hauptangeklagter gilt ein Ex-Weltmeister aus der Bodybuilderszene, der Anabolika in Griechenland besorgt haben soll. Der Prozess wird am Montag fortgesetzt. K. G.

Gefesselt und im Rollstuhl zum Revisionsprozess

Dem gewieften Betrüger mit schauspielerischer Begabung wird wohl keine zweite Flucht aus dem Moabiter Kriminalgericht gelingen: Martin R. war an Händen und Füßen gefesselt, als er im Rollstuhl zum Saal 700 gebracht wurde. Kurz vor Beginn der Verhandlung hatte der 46-jährige Untersuchungshäftling um diese Hilfe gebeten, weil ihm unwohl war. Nach seiner Flucht war R. im September 2006 wegen einer Serie von Betrügereien mit Millionenschaden zu elf Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden. Auf Revision von R. hatte der Bundesgerichtshof das Urteil zum Teil aufgehoben. K. G.

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