Berlin : AUS DEM GERICHT

Jüdische Schüler beleidigt:

Punker auf Bewährung verurteilt



Nach einem Streit mit jüdischen Schülern vor deren Oberschule in Mitte ist ein Punker gestern zu sieben Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Zudem soll der wohnungs- und berufslose Mann 60 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Der 31-Jährige war bei dem Vorfall am 16. Januar mit seinem laut bellenden Hund hinter einem 15-Jährigen hergelaufen, um ihm Angst zu machen.

Zwar seien bei der verbalen Auseinandersetzung mit mehreren Punks auch antisemitische Beleidigungen gefallen, dafür aber sei Stefan W. nicht verantwortlich, hieß es im Urteil. Insgesamt habe die Tat „nicht diesen absolut feindlichen Hintergrund“. Vielmehr sei ein Streit völlig entgleist. Ein zweiter Punker wurde wegen widersprüchlicher Aussagen von Zeugen freigesprochen. Die Anklage war unter anderem davon ausgegangen, dass der 27-Jährige den Hitlergruß gezeigt hatte. Die Staatsanwaltschaft hatte jeweils ein Jahr Gefängnis gegen die vorbestraften Männer gefordert. K. G.

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