Berlin : AUS DEM GERICHT

Sudanese wegen Spionage verurteilt

Sechs Monate nach seiner Verhaftung ist ein Sudanese wegen Spionage für den Geheimdienst seines Heimatlandes gestern zu 18 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Der 40-Jährige, der seit knapp 15 Jahren in Deutschland lebt, hatte im Auftrag eines Botschaftsmitarbeiters sudanesische Oppositionelle und Menschenrechtsgruppen bespitzelt. Im Gegenzug erhielt er 100 Euro im Monat. Das Kammergericht ging von einem Tatzeitraum von August 2006 bis Oktober 2007 aus. Im Prozess hatte er ein Geständnis abgelegt und erklärt, er habe Geld für die medizinische Versorgung seines kranken Vaters gebraucht. K. G.

Prozess um rassistischen Überfall

Nach einem mutmaßlich rassistischen Übergriff auf zwei Schwarzafrikaner in der S-Bahn müssen sich nun zwei Männer vor dem Amtsgericht Tiergarten verantworten. Die 31- und 35-jährigen Bauarbeiter sollen im September 2006 zwei Männer aus Kamerun im Zug der S 2 und später auf dem Bahnhof Potsdamer Platz als „Scheiß-Neger“ beschimpft und angegriffen haben. Dabei soll der ältere Angeklagte den 26-jährigen Kameruner unter Androhung von Schlägen aufgefordert haben, die Bahn zu verlassen, ihm gefolgt sein und ihn gegen das Knie getreten haben. Die Angeklagten bestritten die Vorwürfe im Wesentlichen. ddp

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