Berlin : AUS DEM GERICHT

Anklage wegen 50 Kilo Haschischs:

Dealer legte Teilgeständnis ab



Fahnder hörten mit, als der Angeklagte unter dem Tarnwort „Anzug“ telefonisch Drogen bestellte. Von Januar bis zu seiner Verhaftung im Juni soll der 45-jährige Libanese rund 50 Kilogramm Haschisch von Mittelsmännern erworben haben. Im Prozess gab der vorbestrafte Dealer gestern zwar zu, dass er „Anzüge“ geordert hatte. Es habe sich aber um maximal 6,5 Kilo Haschisch gehandelt. Der vorbestrafte Dealer, gegen den Abhörmaßnahmen liefen, wurde schließlich bei einem Einsatz im Neuköllner Volkspark Hasenheide festgenommen. In seiner Tasche fanden die Ermittler knapp ein Kilo Rauschgift. Der gelernte Schlosser galt nach Angaben einer Beamtin als ein Großabnehmer im Kilobereich. Der Prozess wird Donnerstag fortgesetzt. K. G.

Unfall nach Verfolgungsjagd:

Autodieb von Lichtmast gestoppt

Der Autodieb saß gerade in einem VW Passat, als er das Auto hinter ihm bemerkte. Eine Zivilstreife hatte den Klau in Pankow beobachtet und in der Nacht des 23. Juni sofort die Verfolgung aufgenommen. Auf der Prenzlauer Promenade wurde der 32-jährige Pole Andrzej J. laut Anklage per Kelle aufgefordert, anzuhalten. Er habe das Auto aber nicht als Polizeifahrzeug erkannt, ließ er gestern über seinen Verteidiger erklären. Der Angeklagte gab Gas. Er rammte das zivile Polizeifahrzeug, verlor die Kontrolle über den Passat, prallte frontal gegen einen Lichtmast. Unverletzt sprang der Pole aus dem gestohlenen Auto. Doch auch eine Flucht zu Fuß misslang. Der Prozess wird fortgesetzt. K. G.

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